Landau 22. Januar 2026. Am „Penguin Awareness Day“, am 20. Januar informierten Naturschützer und Wissenschaftler in Südamerika wieder über Pinguine. Wie am Welt-Pinguin-Tag im April machten sie die Öffentlichkeit auf diese faszinierende Tierart, ein Wunder der Evolution, und die drohende Ausrottung einiger Pinguinarten aufmerksam.
Greenpeace veröffentlichte zum „Penguin Awareness Day“ die Pressemitteilung "Der Lebensraum des Humboldt-Pinguins ist am Limit und verträgt keinen weiteren Druck". Die Nonprofit-Organisation verwies auf die negative Entwicklung der Population und den verschlechterten Status der Gefährdung, der von „gefährdet“ (VU) auf „stark gefährdet“ (EN) angehoben werden musste. Silvana Espinosa von Greenpeace (1) sagte: „In diesem Kontext erhält die mögliche Realisierung des Dominga-Projekts ... eine noch kritischere Dimension. Die Installation von Hafeninfrastruktur, die Zunahme des Schiffsverkehrs, die Störung der Nahrungswege und die daraus resultierende Unruhe in den Brutkolonien könnte die Situation des Humboldt-Pinguins weiter verschlechtern.“
Projekte in Chile
Landau 25. Januar 2026.
Die Rettungsstation für Meerestiere in Coquimbo, Nordchile, wird von der Universidad Católica del Norte (UCN) (1), Sernapesca (2), Sphenisco und der NGO Conservación Humboldt (3) gemeinsam getragen und verantwortet. Gefördert wird sie von den Zoos in Dresden, Frankfurt und Halle. Anfang Januar hat Conservación Humboldt vertragsgemäß ausführlich über die Entwicklung der Rettungsstation berichtet:
Landau 30. Januar 2026.
Chilenische Medien berichteten im Dezember 2025 über einen neuen Bestechungsskandal im Kontext des Bergbau- und Hafenprojektes „Dominga“ der Firma Andes Iron. Sphenisco hat unter der Überschrift „Neuer Bestechungsskandal – wurden Gerichtsurteile zugunsten von „Dominga“ gekauft?“ am 9. Januar 2026 berichtet. Aktuell wird im Fall „Dominga“ eine neue Entscheidung des Berufungsgerichts in Antofagasta erwartet. Das veranlasste Nancy Duman, Präsidentin der Fundación Sphenisco Chile, einen Leserbrief dazu zu schreiben. Der Brief wurde im El Mercurio, Ausgabe Antofagasta und Calama, veröffentlicht:
Landau 9. Januar 2026. Die Population der Humboldt-Pinguine wurde in den letzten Jahren stark reduziert. Ursächlich sind Vogelgrippe H5N1 und El Niño, nach Auffassung chilenischer Behörden aber auch (Klein-)Fischerei und destruktive Bauprojekte. Das umstrittene Bergbau- und Hafenprojekt „Dominga“ der Firma Andes Iron hat das Potential, die wichtigsten Brutgebiete in Nordchile entscheidend zu schädigen oder zu vernichten. Die Firma Andes Iron mit ihrem Projekt „Dominga“ ist aktuell erneut in einen Bestechungsskandal verwickelt.
La Serena 6. Dezember 2025. Die Rettungsstation arbeitet an der Universidad Católica del Norte (UCN) und ist die einzige im Kleinen Norden. Nichtregierungsorganisationen, Sernapesca und die UCN haben den Umbau und die erneute Inbetriebnahme ermöglicht. In der Station werden durch Fachkräfte Vögel und Tiere behandelt. Die Station war wegen fehlender Ressourcen geschlossen worden.
Landau 5. Dezember 2025.
Die Population der Humboldt Pinguine wurde in den letzten Jahren durch Umweltbelastungen wie Klimawandel, Überfischung und Zerstörungen des Lebensraums sowie Naturereignisse in bisher nicht vollständig geklärtem Ausmaß reduziert. 2023 starben in Südamerika sehr viele in Kolonien brütende Seevögel an der hochpathogenen Vogelgrippe H5N1. In welchem Ausmaß Humboldt Pinguine durch die Vogelgrippe reduziert wurden, ist unklar, da die Totfunde nicht untersucht wurden. Der El Niño 2023/2024 gehörte zu den stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen. Wegen fehlender Nahrung konnten die Humboldt Pinguine 2023 und 2024 in großen Teilen ihres Verbreitungsgebietes nicht brüten.
Coquimbo, Landau 21. November 2025. Seit August werden in der Rettungsstation für Meerestiere in Coquimbo, Nordchile, verletzte Tiere gepfegt. Die Station wird gemeinsam von der NGO Conservación Humboldt, der Universidad Católica del Norte-UCN (1), Sernapesca (2) und Sphenisco getragen. Gefördert wird das Projekt vom Zoo Frankfurt, dem Bergzoo Halle und dem Zoo Dresden. (s. Artikel „Sanierung … abgeschlossen“ vom 8. August).
La Higuera 28. Oktober 2025.
Am InfoPoint Yerba Buena im südlichen Teil des Humboldt Archipels (2) wurde der zweite Literaturwettbewerb „El Archipiélago de Humboldt en 110 Palabras” (1) offiziell eröffnet. Der Wettbewerb ist eine Initiative der Fundación Sphenisco Chile. Das Projekt wird von der Gemeinde La Higuera, internationalen Organisationen wie Sphenisco e.V., den Förderern Zoo Rostock und Ouwehand Zoo Foundation (3) sowie nationalen (4) und lokalen Organisationen (5) unterstützt.
Sphenisco Chile auf der Expo in Osaka 2025 (1)
La Serena 18. Oktober 2025. Auf der Expo 2025 spielte der Humboldt Pinguin im chilenischen Pavillon eine wichtige Rolle. Chile wurde auf der Expo durch das Maskottchen „Chiri-Chan” vertreten. Die Figur repräsentierte die für den Humboldtstrom typische Pinguinart gut. (2)
Sphenisco e.V.
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