Landau 25. März 2026. Dr. Alejandro Simeone hat neue Zahlen zum Bestand der Humboldt-Pinguine vorgelegt (1) und die starke Reduktion der Population – um 63% gegenüber 2021/22 - auch für Chile bestätigt. Die aktullen Erhebungen sind Teil eines 6-jährigen Forschungsprojektes im Auftrag von Sphenisco und wird von der Artenschutz-Stiftung Zoo Karlsruhe, dem Freundeskreis des Tierparks Hagenbeck und dem Zoo Dresden gefördert. Der folgende Text stellt das wichtigste Ergebnis und die Diskussion der Ergebnisse vor. Zusammenfassungen, Einleitung, Material und Methoden, weitere Ergebnisse, vollständige Diskussion, Danksagungen und Literatur können dem vollständigen Bericht entnommen werden (1) (2) (wird nachgereicht).
Projekte in Chile
Landau 19. März 2026. Vor einem Monat berichtete Sphenisco über die Erkärung des Humbold-Pinguins zum Natur-Denkmal. Dieser Status verbessert den Schutz der stark bedrohten Pinguinart. Die Freude währte nur kurz. Eine Woche nach ihrem Antritt legt die neue Regierung Kast die Erklärung auf Eis und kündigte an, sie fachlich sowie juristisch zu überprüfen. Es ist zu befürchten, dass die Entscheidung revidiert oder auf die lange Bank geschoben wird. Wie viele andere chilenische Medien berichtete auch das Onlineportal von Radio BioBio (1) und ging in ihrer Meldung ausführlich auf die Einordnung durch den Wissenschaftler Dr. Alejandro Simeone ein:
Landau 24. Februar 2026.
Zivilgesellschaftliche Gruppen in Chile und Pinguinfreunde in aller Welt können es kaum fassen. Erst wurde am 13. Februar 2026 der Humboldt-Pinguin von der chilenischen Regierung zum Naturdenkmal erklärt und damit der Schutz der bedrohten Pinguinart verbessert. Dann, nur acht Tage später, feiern die Umweltschützer einen weiteren großen Erfolg. Am 21. Februar 2026 meldet das Online-Portal der chilenischen Justiz bezüglich des Projektes „Dominga“: „Das Berufungsgericht von Antofagasta annulliert alle vom Ersten Umweltgericht angeordneten Maßnahmen“ (1).
Landau 16. Februar 2026.
Zivilgesellschaftliche Gruppen – darunter Fundación Chile – und Wissenschaftler in Chile haben einen großen Erfolg bei der Rettung des Humboldt-Pinguins erzielt. Die Erklärung des Humboldt-Pinguins zum Naturdenkmal (1) markiert einen Meilenstein beim Erhalt biologischer Vielfalt in Chile. Am 13. Februar 2026 publizierte das chilenische Umweltministerium die Entscheidung:
Landau 12. Februar 2026. Seit fünf Jahren engagiert sich Movimiento Ambiental Camanchaca (1) für Umweltschutz in der Gemeinde La Higuera. Die gemeinnützige Organisation ist im Küstendorf Caleta Los Hornos beheimatet und will den Humboldt Archipel vor Ausbeutung schützen sowie Umweltbewusstsein, nachhaltige Entwicklungen und Ökotourismus fördern. „Camanchaca“ will vor allem Forschung, Naturschutz und Tourismus im Süden der Gemeinde stärken, da dieser Bereich in der Vergangenheit vernachlässigt wurde. Die Umweltgruppe ist Mitglied der Allianz Humboldt Coquimbo–Atacama (2) und sehr aktiv in der Corporación Turismo Sostenible von La Higuera (3). Vertreten wird sie aktuell von Marcelo Alejandro Villalobos S..
Landau 22. Januar 2026. Am „Penguin Awareness Day“, am 20. Januar informierten Naturschützer und Wissenschaftler in Südamerika wieder über Pinguine. Wie am Welt-Pinguin-Tag im April machten sie die Öffentlichkeit auf diese faszinierende Tierart, ein Wunder der Evolution, und die drohende Ausrottung einiger Pinguinarten aufmerksam.
Greenpeace veröffentlichte zum „Penguin Awareness Day“ die Pressemitteilung "Der Lebensraum des Humboldt-Pinguins ist am Limit und verträgt keinen weiteren Druck". Die Nonprofit-Organisation verwies auf die negative Entwicklung der Population und den verschlechterten Status der Gefährdung, der von „gefährdet“ (VU) auf „stark gefährdet“ (EN) angehoben werden musste. Silvana Espinosa von Greenpeace (1) sagte: „In diesem Kontext erhält die mögliche Realisierung des Dominga-Projekts ... eine noch kritischere Dimension. Die Installation von Hafeninfrastruktur, die Zunahme des Schiffsverkehrs, die Störung der Nahrungswege und die daraus resultierende Unruhe in den Brutkolonien könnte die Situation des Humboldt-Pinguins weiter verschlechtern.“
Landau 30. Januar 2026.
Chilenische Medien berichteten im Dezember 2025 über einen neuen Bestechungsskandal im Kontext des Bergbau- und Hafenprojektes „Dominga“ der Firma Andes Iron. Sphenisco hat unter der Überschrift „Neuer Bestechungsskandal – wurden Gerichtsurteile zugunsten von „Dominga“ gekauft?“ am 9. Januar 2026 berichtet. Aktuell wird im Fall „Dominga“ eine neue Entscheidung des Berufungsgerichts in Antofagasta erwartet. Das veranlasste Nancy Duman, Präsidentin der Fundación Sphenisco Chile, einen Leserbrief dazu zu schreiben. Der Brief wurde im El Mercurio, Ausgabe Antofagasta und Calama, veröffentlicht:
Landau 25. Januar 2026.
Die Rettungsstation für Meerestiere in Coquimbo, Nordchile, wird von der Universidad Católica del Norte (UCN) (1), Sernapesca (2), Sphenisco und der NGO Conservación Humboldt (3) gemeinsam getragen und verantwortet. Gefördert wird sie von den Zoos in Dresden, Frankfurt und Halle. Anfang Januar hat Conservación Humboldt vertragsgemäß ausführlich über die Entwicklung der Rettungsstation berichtet:
Landau 9. Januar 2026. Die Population der Humboldt-Pinguine wurde in den letzten Jahren stark reduziert. Ursächlich sind Vogelgrippe H5N1 und El Niño, nach Auffassung chilenischer Behörden aber auch (Klein-)Fischerei und destruktive Bauprojekte. Das umstrittene Bergbau- und Hafenprojekt „Dominga“ der Firma Andes Iron hat das Potential, die wichtigsten Brutgebiete in Nordchile entscheidend zu schädigen oder zu vernichten. Die Firma Andes Iron mit ihrem Projekt „Dominga“ ist aktuell erneut in einen Bestechungsskandal verwickelt.
Sphenisco e.V.
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