Landau 15. Juli 2026.
Im Kontext der 12. internationalen Welt-Pinguin-Konferenz in Philipp Island organisieren Pinguinforscher einen „Vor-Workshop“ mit dem Thema „Was funktioniert für gebänderte Pinguine? Wissenschaft in effektiven Schutz für afrikanische und Humboldt-Pinguine umsetzen“. (1)
News
Pisco, Peru, Landau 24. Juni 2026.
Im Juni 2026 hat die NGO Acorema sich mit einer öffentlichen Erklärung an staatliche Institutionen (SERFOR (1), MINAM (2), Kommunen), Fischerei- und Tourismusverbände sowie weitere private Einrichtungen gewandt, um auf die kritische Situation des Humboldt-Pinguins in Peru und die Notwendigkeit aufmerksam zu machen. Die NGO fordert in der Erklärung alle Akteure auf, sich für die Bewahrung der Humboldt-Pinguine zu engagieren. Am 24. Juni wurde die Erklärung auch bei Facebook und Instagram veröffentlicht. Acorema weist bei seinem Appell auf die gemeinsame Kampagne „Lasst uns gemeinsam den Humboldt-Pinguin retten!“ hin.
Landau, 01.Juni 2026
C H I L E
+++Welt-Pinguin-Tag in Chile+++
Die NGO Acorema, Peru, und die Foundación Sphenisco Chile riefen anlässlich des Welt-Pinguin-Tages Organisationen und Institutionen in Chile, Peru und Deutschland unter dem Motto „Lasst uns gemeinsam den Humboldt-Pinguin retten!“ zu Aktionen auf.
Die Foundación Sphenisco Chile selbst initiierte mehrere Aktionen. Sie startete einen Fotowettbewerb und veröffentlichte eine Erklärung zur kritischen Situation der Population in den sozialen Netzwerken. Außerdem organisierte sie einen Workshop für Schüler im Nationalreservat „Pingüino de Humboldt“. Vom 27. bis 30. April zeigte die Stiftung die Fotoausstellung "Der Humboldt-Pinguin und sein Lebensraum" in vier Fakultäten der Universität von La Serena und hielt dort Vorträge sowie eine Vorlesung (siehe Artikel „Welt-Pinguin-Tag im Zeichen der Krise des Humboldt-Pinguins“ vom 25. Mai 2026). Ende Mai gab die Foundación die Gewinner des Fotowettbewerbes „#SalvemosAlPingüinodeHumboldt” bekannt.
Landau 25. Mai 2026.
Die NGO Acorema (Peru) und die Foundación Sphenisco Chile haben anlässlich des Welt-Pinguin-Tages 2026 die Kampagne „¡Salvemos juntos al pingüino de Humboldt!“ (1) initiiert. Die Existenz der Humboldt-Pinguine ist durch die hochpathogene Vogelgrippe (H5N1), El-Niño, Überfischung, Beifang und Störungen bzw. Zerstörungen von Brutplätze bedroht. Die chilenische Population ist – Stand Ende 2025 - um 63% gegenüber 2021/22 reduziert. Aktuell gibt es nur noch 1.001 Brutpaare (2). Der starke Rückgang veranlasste die chilenischen Behörden die Gefährdung von „gefährdet/vulnerabel“ in „stark gefährdet/endangered“ hochzustufen. In Peru betrug der Rückgang 2024 70% gegenüber dem Jahr 2023. Anfang 2024 wurden lediglich 5.035 mausernde Pinguine gezählt (3). Der starke Rückgang der Population könnte sich durch den erneuten Ausbruch der Vogelgrippe – Nachweis in Chile im März 2026 - und einem für das Jahresende 2026 prognostizierten El-Niño dramatisch verschärfen.
Sphenisco e.V. sucht Geschäftsführer (m,w,d)
Landau, 8.Mai 2026.
Humboldt-Pinguine sind stark bedroht!
Der wild lebende Bestand an den Küsten Chiles und Perus ist durch eine ganze Reihe von Faktoren von Ausrottung bedroht: Rückgang des Fischbestandes durch Überfischung und Klimaveränderungen, Meeresverschmutzung, Fischen mit Stellnetzen (Discard/Beifang), illegaler Guanoabbau, illegale Entnahme von Eiern oder lebenden Tieren (zum Verzehr, als Maskottchen) und Störungen des Brutgeschäfts durch Touristen.
Landau 21. April 2026. Seit August letzten Jahres versorgt die Rettungsstation in Coquimbo, Nordchile, verletzte und kranke Meerestiere. Sphenisco hat immer wieder über die Entwicklung des Projektes berichtet, zuletzt am 6. Dezember 2025 bzw. 25. Januar 2026. Die Station wird von der Universidad Católica del Norte (UCN) (1), Sernapesca (2), der NGO Conservación Humboldt (3) und Sphenisco gemeinsam betrieben. Versorgt werden die kranken Meerestiere von Tierärzten und Tierpflegern im Dienste der NGO Conservación Humboldt. Sphenisco finanzierte mit Unterstützung der Zoos in Dresden, Frankfurt und Halle die Sanierung der Station und übernahm die Betriebskosten für ein Jahr. Anfang April 2026 legte Conservación Humboldt planmäßig den zweiten Bericht - Zeitraum Dezember 2025 bis März 2026 - über die Entwicklung des Projektes vor (4):
Landau, 02. April 2026
C H I L E
+++Festival der Feuchtgebiete+++
Die Gemeinde Coquimbo und die NGO Oikonos veranstalteten Anfang Februar 2026 im O'Higgins Park das erste Festival „Raíces del Humedal“ (1). Anlässlich des Welttages der Feuchtgebiete (2. Februar) luden sie zahlreiche Organisationen - darunter die Fundación Sphenisco Chile - ein, einen Tag der Bildung, des Wissens, des Lernens und des Schutzes des Peñuelas-Gebietes zu gestalten. So sollte auf die Bedeutung der „Feuchtgebiete“ aufmerksam gemacht und diese Ökossyteme aufgewertet werden. Außerdem sollten Menschen und Organisationen in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, die sich für Feuchtgebiete einsetzen. Die Fundación Sphenisco Chile stellte dabei den Humboldt-Pinguin in dem Mittelpunkt. Im Laufe des Tages fanden kreative Workshops, künstlerische Darbietungen, wissenschaftliche Aktivitäten und Gemeinschaftsaktionen für alle Altersgruppen statt. https://www.youtube.com/watch?v=xc9u_lbkZxk
Landau 27. März 2026. Die Population der Humboldt-Pinguine wurde in den letzten Jahren u.a. durch das Klimaphänomen El Niño, die hochpathogene Vogelgrippe H5N1, Überfischung, Beifang sowie Störungen an Brutplätzen stark reduziert (1). Aktuell wurde die Vogelgrippe (H5N1) erneut in Chile nachgewiesen. Am 4. März 2026 bestätigte die staatliche Behörde für Landwirtschaft und Viehhaltung (SAG) ihre Existenz bei Wildtieren in der Region Valparaíso. Für Ende des Jahres erwarten Meteorologen einen „Super-El-Niño“. (2) Als wäre dies alles nicht bedrohlich genug, stoppt die neue Regierung von Präsident Kast auch noch die Realisierung des Projektes „Naturdenkmal Humboldt-Pinguin“. Damit entziehen die Verantwortlichen der in ihrer Existenz massiv bedrohten Art möglichen Schutz (siehe “Regierung Kast stoppt ...“ 19. März 2026).
Landau 25. März 2026. Dr. Alejandro Simeone hat neue Zahlen zum Bestand der Humboldt-Pinguine vorgelegt (1) und die starke Reduktion der Population – um 63% gegenüber 2021/22 - auch für Chile bestätigt. Die aktullen Erhebungen sind Teil eines 6-jährigen Forschungsprojektes im Auftrag von Sphenisco und wird von der Artenschutz-Stiftung Zoo Karlsruhe, dem Freundeskreis des Tierparks Hagenbeck und dem Zoo Dresden gefördert. Der folgende Text stellt das wichtigste Ergebnis und die Diskussion der Ergebnisse vor. Zusammenfassungen, Einleitung, Material und Methoden, weitere Ergebnisse, vollständige Diskussion, Danksagungen und Literatur können dem vollständigen Bericht entnommen werden (1) (2) (wird nachgereicht).
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