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Sphenisco kurz Januar-März+++Sphenisco kurz Januar-März+++Sphenisco kurz Januar-März+++Sphenisco kurz Januar-März+++

C H I L E

  1. März 2021

+++ Unter dem Motto „Wasser für alle“ und „Wasser ist Leben“ organisierte Defensa ambiental am 26. Januar eine gut besuchte Auto-Demonstartion. Die Protest-Rallyee war – wegen der Pandemie- verbunden mit einem Marsch weniger Fußgängern, die Protestschilder und -banner trugen.

+++Rosa Rojas, engagierte Umweltschützerin aus Pt. de Choros, Region Coquimbo hat ihre jahrelanges Engagement für Natur und Umwelt beendet. Sie war viele Jahre Gesicht und Stimme der Bürgerproteste in der Region Coquimbo, erst gegen die Kohlekraftwerke, dann gegen die Hafen- und Bergbauprojekte. Lange Zeit leitete sie dynamisch die Bürgerinitiative MODEMA. Aufgrund gesundheitlicher Probleme kann Rosa ihr großes Engagement leider nicht fortsetzen. Sie hat ihr Haus in Pt. de Choros verpachtet und lebt aktuell bei ihrem Sohn in Kanada. Ob sie dort bleibt oder nach Chile zurückkehrt, ist zur Zeit völlig offen.

+++Im Oktober 2019 gab es in Chile den „estallido social“ (soziale Explosion). Millionen protestierten auf den Straßen. Die Bürger forderten u.a. eine neue Verfassung, um Chile sozialer zu organisieren und das neoliberale Erbe aus der Zeit von Pinochet zu überwinden. Im Oktober 2020 stimmte eine große Mehrheit – rund 75% - für eine neue Verfassung und die Ausarbeitung  durch eine gewählte verfassungsgebenden Versammlung. Am 11. April werden die Abgeordneten für diese Versammlung gewählt. Unsere Mitarbeiterin Nancy Duman ist eine von insgesamt 7 Kandiaten der parteipolitisch unabhängigen Liste „Movimiento Territorial Constituente“ im Distrikt 5, Region Coquimbo. In der Gruppe ist Nancy Sprecherin bei den Themen Natur und Umwelt. Seit Januar bestimmt Wahlkampf in Zeiten der Pandemie ihren Alltag: Täglich Gespräche oder Interviews in sozialen Medien oder (kleinen) Fernsehsendern. In der realen Öffentlichkeit Treffen mit Vertretern der lokalen Wirtschaft, mit Besuchern von Wochenmärkten, Bewohnern der Küstendörfer. Häufig nimmt Nancy internationale Gedenktage - „Tag des Waldes“, „Tag des Meeres“ - zum Anlass, um über „ökologische Verfassung“, „Solidarität, Umwelt und direkte Demokratie“ zu sprechen und sich für den Schutz der Umwelt und eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Ihr Markenzeichen ist der Pinguin (s. Foto). Wir sind ein wenig in Sorge, dass Nancy sich übernimmt und drücken fest die Daumen.

+++Die Entscheidung des Umweltgerichtes in Antofagasta bzgl. des Megaprojektes „Dominga“ steht immer noch aus. Entscheidung getroffen, Urteil nicht veröffentlicht, seit März 2020 (!!!). Also seit einem Jahr. Niemand weiß, wie das Schweigen des Gerichtes zu verstehen ist. Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?

+++Mitte März kam endlich der Vorschlag für das Projekt „Entschlüsselung der Populationsgröße und des Futtersuchverhaltens von Humboldt-Pinguinen in Chile“. Dr. Alejandro Simeone (Facultad de Ciencias de la Vida, Universidad Andrés Bello, Santiago, Chile), Dr. Guillermo Luna-Jorquera (Facultad de Ciencias del Mar, Universidad Católica del Norte, Coquimbo, Chile) und Dr. Thomas Mattern (NZ Penguin Initiative, Universität von Otago, Dunedin, Neuseeland) wollen vom Herbst 2021 bis 2026

  1. die Brutpopulation von Humboldt-Pinguinen in den 8 wichtigsten Kolonien in Chile bestimmen, 2. den Bruterfolg von Humboldt-Pinguinen in 2 großen Kolonien überwachen und
  2. das Futtersuchverhalten von Humboldt-Pinguinen untersuchen.

Der Vorstand wird kurzfristig über das Forschungsvorhaben beraten und entscheiden. SPHENISCO wird dann ausführlich berichten.

+++WELT-PINGUIN-KONFERENZ 2022++++++WELT-PINGUIN-KONFERENZ 2022+++

Die nächste Welt-Pinguin-Konferenz findet Ende August 2022 (Zeitfenster 22. - 31. August) in Viña del Mar, Chile statt. Vor Ort wird die Konferenz von Dr. Alejandro Simeone, Professor an der Universität Andres Bello, Santiago de Chile (mit-)organisiert.

   

P  E  R  U

+++Im Oktober 2019 stellte die Conservation Planning Specialist Group (CPSG) der IUCN in einem PHVA-Workshop (Population and Habitat Viability Assessment) in Lima (Peru) graviernde Lücken in der Forschung fest und forderte Forscher auf, u.a. auf vorrangig aktuelle Populationsgröße und das Futtersuchverhaltens der Humboldt-Pinguine zu untersuchen. SPHENISCO hat diesen Impuls aufgegriffen und auch ACOREMA, unser Partner in Peru, gebeten initiativ zu werden. Ende März legte Señiora Milagros Ormeño B. ebenfalls ein Forschungsprojekt

„Aspekte der Fortpflanzung von Humboldt-Pinguine auf den Ballestas-Inseln, Pisco-Paracas, Peru. Ziel der Studie ist es, 1. Informationen über den Bruterfolg zu sammeln und 2. von Menschen verursachte Beeinträchtigungen des Bruterfolges zu ermitteln.

Auch über dieses Forschungsvorhaben wird der Vorstand wird kurzfristig beraten und entscheiden. SPHENISCO wird auch über diese Projekt ausführlich berichten.

E U R O P A

+++Über die erfreuliche Tradition der Spenden zum Jahresende haben wir berichtet. Der Zoo am Meer Bremerhaven setzte sie im Januar, der Tierpark Hellabrunn im Februar und der Zoo Krefeld im März mit großzügigen Spenden fort. Vielen Dank!

+++Am 27. Januar 2021 informierte der Frankfurter Zoo in einem virtuellen Pressegespräch über die Einführung eines Naturschutzeuro. Zoobesucher können ab 1. März beim Kauf der Eintrittskarten für Natur- und Artenschutz spenden. SPHENISCO nahm am Gespräch mit der Presse teil
, s.a Artikel vom 27. Januar 2021 „Artenschutzeuro für Humboldt-Pinguine“.

+++Auch der Tiererlebnispark Müritz, ein privat geführter Zoo im Landkreis Meckelnburgische Seeplatte führt den Artenschutzeuro ein. Die Erlöse stellt er SPHENISCO für seine Projekt zur Verfügung.

Es ist geplant den Erlebnispark bei der Neugestaltung seiner Pinguin-Anlage und der Gestaltung von Informationen zur Bedrohung der Humboldt-Pingzuine zu beraten bzw. unterstützen.

+++Das Humboldt-Gymnasium Vaterstetten möchte in einem Seminar die Bedrohung des Humboldt-Pinguins thematisieren und die Schutzbemühungen durch eine Spendensammlung unterstützen. Das Gymnasium wurde bereits mehrfach als Umweltschule in Europa bzw. Internationale Nachhaltigkeitsschule ausgezeichnet. Zur Zeit laufen Vorgespräche. SPHENISCO freut sich auf die Zusammenarbeit.

+++Vom 28.-29. April 2021 findet im Meeresmuseum Stralsund eine Tagung zum Thema „Pinguinreaktion auf anthropogene Geräusche“ statt. Prof. Boris Culik wird bei dem Online-Meeting die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung vortragen, die letzten Sommer im Auftrag von SPHENISCO in Landau durchgeführt wurde (s.a. Artikel vom 20. Oktober 2020 „Suche nach dem guten, dem richtigen TON - Pinguin-Forschung im Landauer Zoo“). Mitglieder von SPHENISCO können an dem Online-Seminar teilnehmen. Bitte beim Vorstand melden, um Einzelheiten der Anmeldung zu erfahren (s. a. Programm PDF Datei).

+++Am 25. April ist Welt-Pinguin-Tag. Selbst wenn die Zoos geöffnet bleiben, scheint es nicht verantwortbar, Aktionen und Veranstaltungen mit vielen Menschen zu inititieren. Wenn Institutionen oder Mitglieder Ideen für Aktivitäten haben, die mit der Pandemie vereinbar sind, unterstützt SPHENISCO diese Initiativen gerne, auch spontan und kurzfristig.

W.K.

 

Küste Ormeño Nancy Duman

Peru - Umweltbildung und Pandemie

Februar 2021.

Foto- und Videothek zum Artikel „Umweltbildung trotz Pandemie – ACOREMA geht neue Wege“ vom 4. Januar 2021.

Videos sind bei vimeo zu sehen: https://vimeo.com/user22728219

 

Umweltbildung Umweltbildung Umweltbildung

 

Umweltbildung Umweltbildung Umweltbildung

Sphenisco kurz November/Dezember+++Sphenisco kurz November/Dezember+++Sphenisco kurz November/Dezember+++Sphenisco kurz November/Dezember

C H I L E

  1. Dezember 2020

+++Die Entscheidung des Umweltgerichtes in Antofagasta bzgl. des Megaprojektes „Dominga“ steht immer noch aus. Jetzt schon seit März!!?? Niemand weiß, wie das Schweigen des Gerichtes zu verstehen ist.

+++Am 7. und am 15. Dezember war Alianza Humboldt wieder in den Dörfern der Gemeinde La Higuera unterwegs und hat neue „Gärtchen“ verteilt. Nach der erzwungenen Pause klappte die Übergabe gut und stieß weiter auf großes Interesse. (s. a. Artikel Chile - Protest im Lockdown - Defensa Ambiental und Alianza Humboldt sehr aktiv vom 23. Oktober 2020).

+++Mitte Dezember schickten Prof. A. Simeone (Universidad Andrés Bello, Santiago) und Prof. G. Luna (Universidad Católica del Norte, Coquimbo) aktualisierte Vorschläge für wissenschaftliche Untersuchungen zum Humboldt-Pinguin in Chile. Die Forscher wollten im Auftrag von  SPHENISCO eigentlich bereits jetzt - im Winter bzw. Süd-Sommer - eine systematische Erhebung der Bestandszahlen in den 5 wichtigsten chilenischen Brutgebieten, auf den Inseln Pan de Azucar, Chañaral, Choros, Tilgo und Chachagua durchführen. Die Forschungsarbeiten sollten ergänzt werden durch telemetrische Untersuchungen zum Nahrungssuchverhalten (in Kooperation mit dem Meeresbiologen Dr. T. Mattern, NZ Penguin Initiative, University of Otago, Dunedin, Neuseeland). Wegen der Pandemie mussten die Forschungsvorhaben leider verschoben werden. Der neue Plan sieht vor, mit der Forschung zum Nahrungssuchverhalten im Südwinter 2021/22 zu beginnen und die Erhebungen 2023 und 2025 zu wiederholen. Der Census ist jetzt auf 2022/23 terminiert und soll 2024/25 noch einmal durchgeführt werden. Die beiden Untersuchungen sollen ergänzt werden, durch eine Studie zum Bruterfolg auf den Inseln Chañaral und Choros. Auch hier sind die ersten Erhebungen für den Südwinter 2021/22 geplant und sollen  bis 2025/26 jedes Jahr in der Brutzeit wiederholt werden.

Der Vorstand wird Anfang Januar die Vorschläge beraten und klären, ob und ggf. in welchem Umfang die Forschungsvorhaben finanziert werden können.

+++ In Chile wird 2021, im April eine verfassungsgebende Versammlung gewählt, um eine neue Verfassung zu erarbeiten. Zur Zeit werden Wahlen für diese Versammlung vorbereitet. Seit den monatelangen Protesten 2019 misstrauen viele Bürger allen Parteien, egal welcher Richtung. Die Menschen hoffen auf unabhängige Kandidaten aus zivilgesellschaftlichen Gruppen. Diese sind häufig nur locker organisiert, ohne belastbare Strukturen. Bis zum 10. Januar müssen die Gruppen Listen mit Kandidaten für die geplante Wahl einreichen. In vielen Gesprächen und (virtuellen) Sitzungen versuchen engagierte Bürger sich basisdemokratisch auf Ziele, Motto, Namen der Liste und Kandidaten zu einigen. Eine gewaltige Herausforderung. Als Anwälte der Natur und der Umwelt beteiligen sich Alianza Humboldt und Defensa Ambiental an diesem Prozess. In den Protesten 2019 zeigte sich, dass eine Mehrheit der Chilenen eine Verfassung fordert, die einen besseren sozialen Ausgleich sowie einen wirksamen Schutz der Umwelt sicherstellt. So soll beispielsweise Wasser wieder allen gehören und nicht im Privatbesitz bleiben.

P  E  R  U

+++Aus Peru erreichten SPHENISCO kurz vor dem Ende des Jahres gute und schlechte Nachrichten über die der Artikel „Umweltbildung trotz Pandemie“ ausführlich informiert.

E U R O P A

+++Anfang Dezember wurde von Prof. Boris Culik (F3-Forschung, Fakten, Fantasie, Kiel) der Abschlussbericht „Vorversuche im Zoo Landau zur Beifangvermeidung von Pinguinen in der Stellnetzfischerei in Chile“ vorgelegt. Die Versuche wurden im Juli 2020 durchgeführt. Auswertung und Datenanalyse gestalteten sich aufwändiger als ursprünglich angenommen. Laut Prof. Boris Culik zeigen die Ergebnisse, dass ein Signal gefunden wurde, dessen weitere Untersuchung sich lohnen würde. Er fordert die Pinguin-Community auf, sich selbst ein Urteil zu bilden (s.a. PDF Abschlussbericht ).

Die Forschungsarbeit wurde von einer hervorragende Kooperation getragen. Der Dank richtet sich an Prof. Entling (Institut für Umweltwissenschaften, Landau) für Koordination und Organisation, die Studierenden Ayla Seithe, Sarah Bergmann, Jannis Bitzigeio, die sich außerordentlich bei der Erhebung und Auswertung der Daten engagierten, sowie an Dr. Christina Schubert, die die Arbeit vor Ort ermöglicht und die notwendige praktische Unterstützung organisiert hat. Auftraggeber des Forschungsprojektes war SPHENISCO, ein großer Teil der finanziellen Mittel wurde von unserem Mitglied dem Vogelpark Marlow zur Verfügung gestellt. (s.a. Artikel „Suche nach dem guten, dem richtigen TON vom 20. Oktober und vimeo https://vimeo.com/472268366

+++Der Verein der Freunde des Tierparks Hagenbeck e.V. hat sich mit der Arbeit von SPHENISCO auseinandergesetzt und sich entschlossen, Feldforschung zum Humboldt-Pinguin in Nordchile großzügig zu fördern. Zur Zeit wird geklärt, ob und wie die Forschungsarbeiten realisiert werden können (s. oben).

+++In den vergangenen Jahren hat sich die erfreuliche Tradition entwickelt, SPHENISCO zum Ende des Jahres mit kleinen und großen Spenden zu bedenken. Daran hat auch Corona nichts geändert. Im letzten Quartal haben den Schutz der Humboldt-Pinguine unterstützt: Thomas Schild-Dona, Herr oder Frau Mannertz, Hans-Jörg und Ruth Dierolf, Christine Kuhlmann, die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP),

der Zoo Saarbrücken, Thomas Heidenreich, Paultons Park in Southampton, England, Claudia Stehling, Jürgen und Beate Elling, Gesellschaft der Freunde und Förderer des Zoo Rostock e.V., der Zoo Frankfurt, Harald Uhl und Gudrun Hagerer-Uhl, der Zoo Halle. Vielen Dank!

+++Last Minute. Am 22. Dezember rief ein junger Mann an. Er wollte einen Pinguin begeisterten Freund an Hl. Abend mit einer Spende an SPHENISCO (belegt durch eine Spendenquittung) beschenken. Der Vorstand hat die weihnachtliche Überraschung möglich gemacht.

+++Welt-Pinguin-Tag 2021. Der Pandemie zum Trotz heißt es für die Zeit rund um den 25. April 2021 „Save the date“. Hoffentlich werden die Zoos zu dieser Zeit geöffnet sein, hoffentlich wird es möglich sein, Aktionen rund um den Welt-Pinguintag zu organisieren.

W.K.

 

Humboldt-Pinguin Humboldt-Pinguin Humboldt-Pinguin

Sphenisco kurz September/Oktober +++Sphenisco kurz September/Oktober +++Sphenisco kurz September/Oktober +++Sphenisco kurz September/Oktober

C H I L E

Landau 2. November 2020.

+++Vor 5 Jahren am 30. Januar 2015 wurde des Hafenprojektes Cruz Grande der Firma CMP (Compania Minera del Pacífico S.A) genehmigt. SPHENISCO machte damals gemeinsam mit chilenischen Umweltschützern Präsidentin Michelle Bachelet und zuständige Behörden auf die Gefahren für die sensible Meeresregion sowie schwerwiegende Mängel der Umweltverträglichkeitsprüfung aufmerksam. Ohne Erfolg. Aus unbekannten Gründen hat die Firma CMP in den zurückliegenden Jahren nicht mit dem Bau des Hafens Cruz Grande begonnen. Die Genehmigung war auf 5 Jahre befristet und ist Ende Januar erloschen. Auf Nachfrage der NGO Oceana teilt das Umweltministerium der Region Coquimbo / die Superintendencia mit, die Genehmigung sei nicht erloschen (Argumente für uns nicht nachvollziebar). Oceana klagt gegen diese Entscheidung vor dem Umweltgericht.

+++Conapach (Confederación Nacional de Pescadores Artesanales de Chile), die nationale Gewerkschaft der Küstenfischer hat in einem offenen Brief gegen das Megaprojekt Dominga Stellung bezogen.

+++Das regionale Umweltministerium hat eine Aktion zur Bekämpfung der Ratten auf den Brutinseln Pajaros organisiert und ist dabei die Massnahmen umzusetzen.

+++Los Djangos sind Ureinwohner der Region Coquimbo. Sie wurden jetzt auch offiziell als solche anerkannt und erhalten dadurch besondere Rechte. Dadurch erhalten sie als Gruppe auch die Möglichkeit gegen Maßnahmen und Projekte zu klagen.

+++SPHENISCO wollte im Winter bzw. Süd-Sommer eine systematische Erhebung der Bestandszahlen in den 5 wichtigsten chilenischen Brutgebieten (in Kooperation mit Prof. A. Simeone, Universidad Andrés Bello, Santiago, Chile, Prof. G. Luna, Universidad Católica del Norte, Coquimbo) beginnen. Die Forschungsarbeiten sollten ergänzt werden durch telemetrische Untersuchungen zum Nahrungssuchverhalten (in Kooperation mit dem Meeresbiologen Dr. T.
Mattern, NZ Penguin Initiative, University of Otago, Dunedin, Neuseeland). Wegen der Pandemie wurden die Forschungsvorhaben verschoben. Der Vorstand bemüht sich zu klären, wann die Untersuchungen beginnen können.

+++ Die vielfältigen Aktionen von Defensa Ambiental IV. Region und Alianza Humboldt unter den Bedingungen des Lockdown beschreibt der Artikel „Chile-Proteste im Lockdown“ vom 23. Oktober.

+++Die Entscheidung des Umweltgerichtes in Antofagasta bzgl. des Megaprojektes „Dominga“ steht immer noch aus. Jetzt schon seit März!!??

+++Wegen Verletzung der Neutralitätspflicht zeigten Umweltschützer im Mai das Consejo Regional (Beratergremium der Regionalregierung) bei der regionalen Aufsichtsbehörde (Contraloría Regional de Coquimbo) an (s.a. Sphenisco kurz Mai). Jetzt hat die Contraloría der Beschwerde statt gegeben und die Stellungnahme des Consejos als unrechtmäßig bewertet und das Gremium aufgefordert, parteiliche Stellungnahmen während laufender Verfahren zukünftig zu unterlassen. Das Consejo hat sich entschuldigt, auf die Bedingungen der Pandemie verwiesen (?) und versichert, dass es nicht die Absicht gewesen sei, die Rechte anderer Institutionen zu verletzen.

+++Auch die Beschwerde gegen den Bürgermeister von La Higuera hatte Erfolg. Die Kontrollbehörde entschied, dass Gemeinden während laufender Verfahren keine Spenden von beteiligten Firmen annehmen dürfen.

E U R O P A

+++Am 13. September fand im Zoo Karlsruhe der inzwischen schon traditionelle Große Artenschutz-Tag statt. Coronabedingt mit weniger Publikum, und natürlich waren aufgrund dessen auch die Möglichkeiten, sich zu präsentieren, etwas eingeschränkt, aber für Sphenisco war es Ehrensache, unseren Mitgliedszoo Karlsruhe an diesem Tag zu unterstützen. Die zweite Vorsitzende Christina Schubert präsentierte den Verein mit einem Info-Stand, unterstützt von der ehemaligen Volontärin des Zoos, Chantal Trauth. Auch in diesem Jahr waren die von ihr in liebevoller Handarbeit gefertigten Häkelpinguine und mit wunderschönen Tiermotiven bemalte Flusskiesel der Verkaufsschlager. Auch die eine oder andere Flasche Pinguinwein fand neue Liebhaber – ebenfalls ein sehr guter Aufhänger, um über die Anliegen des Vereins und die Arbeit in Chile und Peru zu berichten und mit den Zoo-Gästen ins Gespräch zu kommen.

+++Klein aber ganz besonders, auch ganz beonders engagiert. Ein Linux-Fanclub aus Schwentinental begeistert sich für das Pinguin-Museum in Cuxhaven. Jetzt haben die Pinguin-Fans einen (virtuellen) Flohmarkt für „Computer-Krempel“ organisiert. Den Erlös spenden sie zu gleichen Teilen an das Pinguin-Museum und für den Schutz der Pinguine im Freiland, also für SPHENISCO. Vielen Dank an die Linuxler und das Museum.

+++Der Zwischenbericht zur Pinguin-Forschung in Landau liegt vor, siehe Artikel „Suche nach dem guten, dem richtigen TON vom 20. Oktober und vimeo https://vimeo.com/472268366

+++Im Oktober hat SPHENISCO eine Vereinbarung mit der Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) https://www.zgap.de geschlossen. Die ZGAP initiiert oder fördert finanziell Projekte zum Schutzes wenig bekannter aber stark bedrohter Tierarten. Sie wird in Zukunft auch auf die starke Bedrohung des Humboldt-Pinguins hinweisen und sich bemühen, Gelder für Projekte von SPHENISCO einzuwerben.

W.K.

3 Bilder Artenschutztag Zoo Karlsruhe

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Sphenisco kurz September/Oktober +++Sphenisco kurz September/Oktober +++Sphenisco kurz September/Oktober +++Sphenisco kurz September/Oktober

Pinguin-Weinprobe

Landau 19. Oktober 2020.

Im Mai 2019 „kroch“ der Pinguin-Wein aus der Flasche und gab gleich sein Film-Debüt in „Flaschenpost“ von Nicole Bertram. Im Film „Pinguin-Weinprobe“ wird der besondere Weißburgunder von SPHENISCO verkostet. Gemeinsam mit dem Erzeuger Karl Ramsel beschreiben Anja Knauber und Christina Schubert seine Qualitäten und werben für Genuss mit Artenschutz. SPHENISCO weiß, „Pinguine trinken keinen Wein“, Pinguine-Freunde schon und empfiehlt den ausgezeichneten* Weißburgunder. Auf und für die Pinguine! Zum Wohl!

*Jahrgang 2019 wurde von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz mit einer Silbernen Preismünze ausgezeichnet.

LINK zum Film https://vimeo.com/467121600

W.K.

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CHILE

 31. August 2020

Seit Beginn der Pandemie konferiert der Vorstand via zoom noch enger mit unserer Mitarbeiterin Nancy Duman. Wir sind überrascht und sehr dankbar, wie kreativ und produktiv sie und unsere Partner in Chile unter den extremen Bedingungen der Pandemie (aktuell immer noch Quarantäne in La Serena!) weiterarbeiten. Allein im August wurden folgende Aktionen durchgeführt: 

+++Anfang August wurde mit Bewohnern aller Dörfer in der Gemeinde La Higuera über das Thema „Wie wir die Zukunft erträumen“ gesprochen. Die Videokonferenzen – mit jedem Dorf extra – fanden unterschiedlich große Resonanz und waren unterschiedlich produktiv. Dennoch wurden zahlreiche Anregungen beispielsweise zur Mülltrennung, zu Recycling und Kunst aus Müll, zu einem Jahreskalender mit Aktivitäten z.B. Loco Fest, zu „Djangos“ (Indigene der Region), zu einem Museum bzw. einer Ausstellung über „Djangos“ und zu einer Fortbildung bzgl. der Herstellung von Olivenöl gegeben.

in einem nächsten Schritt sollen die Ideen aus den verschiedenen Dörfern gebündelt werden. Dabei werden Organisationen und Vereinigungen der einzelnen Orte einbezogen.

+++Am 22. Aug. organisierte Alianza Humboldt (Sphenisco ist Teil der Allianz) eine Tagung im Internet mit dem Thema „Seminar Humboldt Archipel- Hoffnung auf eine nachhaltige  Entwicklung in Chile“ („Seminario Archipiélago de Humboldt-esperanza para un desarrollo sostenible de Chile“). Moderiert von Nancy Duman informierten und diskutierten fast 4 Stunden Dr. Carlos Gaymer (Meeresbiologe von der Universität Coquimbo), Dr. Francisco Squeo (Biologe der Universität La Serena), Claudio Ibañez (ehemaliger Intendent der Region Coquimbo - seine Regierung lehnte das Megaprojekt „Dominga“ ab), Elisabeth Balcazar (aus Caleta Los Hornos), Rodrigo Flores (aus Pt. de Choros) sowie Óscar Avilés (Präsident der Vereingung der Fischer aus Pt. De Choros) mit den rund 200 Teilnehmern. Die Tagung ist auf dem YouTube Kanal der Alianza Humboldt zu sehen. https://www.youtube.com/watch?v=n4xbN_LWinQ

Für September plant die Alianza ein weiteres Seminar mit dem Thema Umwelt und Verfassung.

+++Am 23. August exponierten sich Bürger der Region gegen „Dominga“. In kurzen Videos nahmen sie zum bevorstehenden Urteil des Umweltgerichtes in Antofagasta Stellung. Die Statements sind Teil einer geplanten Reportage. https://www.youtube.com/channel/UCK4r5L5Ya0Sxa5zxGCH8HlQ/videos

+++Die Entscheidung des Umweltgerichtes in Antofagasta bzgl. des Megaprojektes „Dominga“ steht immer noch aus. Die Alianza Humboldt plant für den Tag der Urteils-Verkündung ein virtuelles Pressegespräch, an dem Wissenschaftler und Bürger der Region beteiligt sein werden.

+++Wegen Verletzung der Neutralitätspflicht zeigten Umweltschützer im Mai das Consejo Regional (Beratergremium der Regionalregierung) bei der regionalen Aufsichtsbehörde (Controlaría Regional de Coquimbo) an (s.a. Sphenisco kurz Mai). Die Antwort steht immer noch aus.

EUROPA

 +++ Seit einigen Jahren unterstützt der Paultons Park in Southampton, England die Arbeit von SPHENISCO. Erneut dürfen wir uns für eine großzügige Spende bedanken.

+++Die Versuchsphase des Forschungsprojektes zur Vermeidung von Beifang, das Prof. Culik im Auftrag von SPHENISCO im Landauer Zoo durchgeführt hat, ist abgeschlossen. Zur Zeit werden die Ergebnisse ausgewertet. Wie berichtet löste das Projekt ein ungewöhnlich großes Interesse der Medien aus (s. Sphenisco kurz – Juli). Von verschiedenen Seiten, u.a. vom Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), wurden wir gebeten, das Forschungsprojekt zu dokumentieren. Gabriele und Werner Knauf haben begonnen, einen ca. 4-minütigen Film in 3 Sprachen (Deutsch, Englisch, Spanisch) zu produzieren.

+++Am 16. August war großer Artenschutztag im Zoo Frankfurt. Wegen der Pandemie konnten die Aktivitäten nicht wie gewohnt stattfinden. Die Frankfurter wichen ins Internet aus. Sie drehten kleine Videos und gestalteten so einen Thementag Artenschutz im Internet. Einer der Filme befasst sich mit den Humboldt-Pinguinen und geht ausführlich auf die Arbeit von SPHENISCO ein. https://www.youtube.com/watch?v=PFj2VjPN2BA&feature=youtu.be

W.K.

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Landau, 31. Juli 2020

 
+++Seit dem 22. Juni testet Prof. Boris Culik, Kiel im Landauer Zoo ein Warngerät (PAL – Positive Attachment Lanyard) an Humboldt-Pinguinen (s.a. „Pinguin-Forschung in Landau“). Gesucht wird ein akustisches Signal, das Pinguine davon abhalten kann, in Stellnetze zu schwimmen. Die Untersuchung wird im Auftrag von Sphenisco durchgeführt, großzügig gefördert wird sie vom Vogelpark Marlow.
Die Forschung löste ein ungewöhnlich großes Interesse der Medien aus. Soweit wir wissen, produzierten SWR 3 und SAT-regional sowie der Hörfunk des SWR kurze Beiträge, die Deutsche Presse-Agentur (dpa) verbreitete die Nachricht, die von folgenden Zeitungen bzw. Internetdienste aufgegriffen wurde: Rheinpfalz (mehrfach), Mannheimer Morgen, Frankfurter Rundschau, Welt, Hamburger Abendblatt, Bildzeitung, Volksfreund, msn-microsoft news, Arcor und ecoGuide. (s. auch Video von SAT 1 „Pinguine als wissenschaftliche Mitarbeiter“)
 
+++Am 29. Juni zeichnete die Stadt Landau Gabriele und Werner Knauf mit dem Kunst- und Kulturpreis der Dr. Feldbausch-Stiftung aus. Dabei würdigte OB Thomas Hirsch auch das Engagement für und von SPHENISCO: „Es macht uns stolz, dass es in der Stadt Landau Menschen gibt, die sich so vorbildlich ehrenamtlich engagieren wie das Ehepaar Knauf, das immer bereit ist, dort anzupacken, wo Unterstützung benötigt wird“, betont Oberbürgermeister Thomas Hirsch. Zu nennen sei dabei nicht nur Gabriele und Werner Knaufs filmisches Schaffen, sondern auch ihr langjähriges Engagement im Verein Sphenisco, der sich dem Schutz des im Zoo Landau gehaltenen Humboldt-Pinguins in freier Wildbahn verschrieben habe. (s.a. Video OK Weinstraße und www.landau.de)
 
+++Dunkle Wolken über dem Archipel Humboldt in Nordchile. Der oberste Gerichtshof hatte die Klage der Firma Andes Iron gegen die Ablehnung des Projektes „Dominga“ an das Umweltgericht in Antofagasta zurückverwiesen. Die Anhörung in dieser Sache fand Anfang März statt. Im Juli forderte das Umweltgericht das regionale Umweltministerium, die Subsecretaria de Pesca y Acuicultura und die regionale Kommission zur Küstennutzung auf, binnen 2 Wochen Stellung zu nehmen, ob das Projekt „Dominga“ die Biodiversität gefährdet und ob es mit den Belangen des Umweltschutzes vereinbar sei. Die Anwälte der Alianza Humboldt (SPHENISCO ist Teil dieses Bündnisses) protestierten gegen diese Aufforderung und stuften sie in der aktuellen Phase des Verfahrens als unzulässig ein. Der Protest hatte Erfolg, das Umweltgericht zog daraufhin seine Aufforderung zurück.
 
+++Das Urteil des Umweltgerichtes in Antofagasta in Sachen „Dominga“ wird für Anfang August erwartet. Am 27. Juli, 3 Tage vor Beginn der präventiven Quarantäne in La Serena, organisierte die Alianza Humboldt deshalb noch einmal eine Demonstration mit Tierfiguren vor der Intendencia im Zentrum von La Serena. (s. Bilder unten und vimeo.
Parallel zu dieser Aktion protestierten Einwohner von Los Choros und Pt. de Choros mit einem „Natur-Gemälde – si a la vida (Ja zum Leben)“ gegen das Mega-Projekt „Dominga“. Mit großen Muschel-Schalen „malten“ sie einen Wal an den Strand. Wunderschön, muss man gesehen haben (s. vimeo)
 
+++Rosa Rojas, die Vorsitzende unserer Partnerorganisation MODEMA will aus gesundheitlichen Gründen ihr Engagement reduzieren. Sie bleibt zwar Vorsitzende der Bürgerinitiative, will aber das operative Geschäft stärker an Patricia und ihren Mann (beide aus Pt. de Choros) delegieren. Ein mehr als verständlicher Schritt, nachdem Rosa Rojas sich über viele Jahre für Natur- und Umwelt in der Region Coquimbo eingesetzt hat. Wir danken ihr sehr für dieses Engagement und wünschen viel Erfolg beim Kürzer- Treten. Wir sind aber skeptisch, ob ihr Naturell es zuläßt, kürzer zu treten.
 
+++Erstmalig erhielt SPHENISCO eine großzügige Spende des Curraghs Wildlife Park, einem Wildpark in einem Feuchtgebiet im Nordwesten der Isle of Man, Großbritannien. Vielen Dank!.
 
W.K.
 
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© SPHENISCO

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