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Welt-Pinguintag im Zoo Landau

Landau 2. Mai 2019
 
Am 1. Mai stand der Zoo ganz im Zeichen der Humboldt-Pinguine. Das Quartett Zoo, Zooschule, Freundeskreis und Sphenisco bot den kleinen und großen Besuchern ein buntes „Pinguin-Programm“.
 
Am Info- und Mitmachstand der Zooschule Landau konnten nicht nur kleine Gäste viel Spannendes rund um den Pinguin lernen. Wer ist wer bei den 18 Pinguinarten, die von Neuseeland über Afrika bis Südamerika auf der Südhalbkugel verbreitet sind? Warum ist der Humboldt-Pinguin so bedroht und was kann jeder Einzelne tun, um diese Art zu schützen? „Die Zoogäste zu Artenschützern machen“ war das Motto des Tages. Bei den beiden kommentierten Fütterungen wurden Tipps zum Kauf von nachhaltig gefangenem Fisch, dem Verzicht auf Guanodünger und Sparsamkeit in Sachen Plastikverpackungen gegeben. Denn Überfischung, Meeresverschmutzung, der Abbau des Guanos auf den Brutinseln der Pinguine und die damit verbundenen Störungen sowie der Klimawandel sind schuld daran, dass der Humboldt-Pinguin auf der „Roten Liste“ steht. Seit vielen Jahren setzt sich Sphenisco mit seinen Partnern in Chile und Peru dafür ein, dass im Hauptbrutgebiet im Norden Chiles eine Meeresschutzzone eingerichtet wird, um dem Humboldt-Pinguin das Überleben zu sichern.

900 Humboldt-Pinguine im Karlsruher Zoo

Karlsruhe, Landau 12. April 2019.
 
Schüler des Humboldt-Gymnasium in Karlsruhe haben zum Schuljubiläum 900 Humboldt-Pinguine aus Ton erschaffen und stelle ihre Werke im Karlsruher Zoo aus. Die Pressemitteilung des Zoos vom 10. April informiert über die einmalige Aktion.
 
W.K.

Pressemitteilung im pdf-Format

Rezension – Klemens Pütz „Unverfrorenen Freunde“

Hannover 10. Januar 2019.

Ich dachte, ich weiß schon alles über Pinguine. Na gut, sagen wir mal fast alles. Schließlich waren wir zwei Mal mit unserem deutschen Pinguinforscher Klemens Pütz auf den Falklandinseln unterwegs. Und der Ärmste hatte wenig Fluchtmöglichkeiten vor meinen vielen Fragen.

Ich kenne niemanden, der Pinguine doof findet. Sie sind einfach herrlich. Je mehr man sich mit ihnen beschäftigt, desto mehr Respekt bekommt man vor ihrer Lebensleistung. Auf jeden Fall geht es mir so. Sie haben nie Urlaub, keine Auszeit vom Alltag, sie folgen strikt ihrem Lebensplan, den die Evolution für sie vorgesehen hat. Wie spannend muss das sein, sie erforschen zu dürfen. Und dass das kein Sonntagsspaziergang ist, beschreibt Klemens Pütz sehr eindrücklich in seinem neuen Buch „Unverfrorene Freunde“. Da auch andere Berufe erledigt werden müssen und wir nicht alle Pinguinforscher sein können, ist es schön, dass Klemens uns an seinen Erfahrungen teilhaben lässt.

Beim Lesen wird schnell klar, die Arbeit vor Ort an den Tieren ist kein Zuckerschlecken. So privilegiert ein längerer Aufenthalt in der Antarktis auch ist, ungemütlich und kalt ist es allemal, so toll wie es sich anhört, beruflich nach Neuseeland zu reisen, die Pinguinforschung will erledigt werden. Es ist schließlich kein Urlaub. Bei der Rückkehr muss man Ergebnisse vorweisen, egal wie das Wetter war.

Auf einer unserer Falklandreisen durften wir mithelfen. Klemens fing einige Felsenpinguine ein, um ihnen Blut und eine Feder abzunehmen, der Schnabel wurde auch vermessen. Die Ergebnisse der Proben sollten helfen, die Verwandtschaftsverhältnisse von Schopfpinguinen zu klären. Wow, und wir waren dabei. Ich erinnere mich sehr gut, wie schwierig es war, die kleinen, nicht scheuen Felsenpinguine zu fangen. Daher habe ich eine wage Vorstellung davon, was es für eine Aktion sein muss, ein 40kg schweres Kaiserpinguinküken zu fangen.

All das beschreibt Klemens in seinem Buch. Die unterschiedlichen Eigenheiten der verschiedenen Pinguinarten, es geht lustig zu, aber auch tragisch. Erst seit der Erfindung von kleinen GPS-Geräten ist es überhaupt möglich zu schauen, was die Pinguine die vielen Monaten im Jahr im Meer so treiben. Da sind noch viele offenen Fragen zu klären.

Das Buch ist ein Mischmasch aus Autobiografie und Wissensvermittlung über die possierlichen Frackträger der Südhalbkugel. Es wird einem bewusst, ist der Forscher für Monate unterwegs, ist der Rest der Familie zu Hause mit dem Alltagskram auf sich gestellt. Aber warum das Ganze eigentlich? Warum müssen wir Pinguine erforschen? Die Antwort darauf gibt Klemens schon in der Einleitung seines Buches: „Pinguine sind allerdings mehr als nur putzig. Sie haben uns einiges zu sagen. Sie leben unter extremen Bedingungen und vollbringen Anpassungsleistungen, von denen wir Menschen nur träumen können, sowohl an Land als auch im Wasser. Ändert sich an diesen Bedingungen etwas, zeigen es uns die Pinguine sofort. An ihnen sehen wir, wo es klemmt – in einem Ökosystem, auf dessen Erhalt auch wir Menschen angewiesen sind.“ So legt Klemens seinen Finger in die Wunde unseres Planeten. Unaufgeregt, ohne erhobenen, moralischen Zeigefinger. Er überlässt es dem Leser, was er mit diesem Wissen nun anfangen mag.

Ich wusste schon längere Zeit, dass dieses Buch erscheinen wird. Viel Zeit meine Vorfreude zu genießen und gespannt darauf zu warten. Ich habe es in einem Rutsch weg gelesen, nur unterbrochen durch Arbeiten gehen, Nahrungsaufnahme und sonstigen unumgänglichen Dingen. Ich habe beim Lesen gelacht, war überrascht und erstaunt, manchmal ein bisschen neidisch und habe viel gelernt. Obwohl ich doch dachte, ich wüsste schon alles über Pinguine.

Birgit Roth

Anm.: Alle Bilder sind von Klemens Pütz

Sphenisco reich beschenkt

Landau 8. Januar 2019.

Zum Jahreswechsel wurde Sphenisco wieder reich beschenkt. Erneut haben Institutionen und Personen den Verein auf großzügige Weise unterstützt. Pinguine und Vorstand haben sich über die Spenden von

- Birgit Berends & Stefan Kirchhoff,

- Patricia Bohlen,

- Beate und Jürgen Elling,

- Herman und Elfriede Klamandt,

 - Viola Lusga

- Jennifer Schulz-Majewski,

- Birgit Windmüller,

- Tierpark Hellabrunn München,

- Zoo am Meer Bremerhaven,

- Zoo Berlin,

- Zoo Saarbrücken,

- Zoo Halle,

- Zoo Krefeld,

riesig gefreut.

Die Spenden geben Sphenisco die Möglichkeit, die Arbeit für den Schutz der Lebensräume fortzusetzen. Sie sind aber auch eine Würdigung der Arbeit des gesamten Vereins und des Vorstands. Vielen Dank!

W.K.

Französischer Flyer

Landau 6. Januar 2019.

Seit Ende des vergangenen Jahres heißt es jetzt auch „Les manchots de Humboldt ont besoin de votre aide“, der Flyer von Sphenisco „Humboldt-Pinguine brauchen Hilfe – international“ ist in französischer Sprache erschienen. Klingt pathetisch, ist aber tatsächlich das Werk internationaler Bemühungen. Übersetzt von Felicitas Le Saint, Frankreich, Korrektur gelesen von Nathalie Mersch, Luxemburg, gestaltet von Karliese Greiner-Laurie, USA, gedruckt in Deutschland wurde der Flyer im Dezember an den Parc Merveilleux, Luxemburg ausgeliefert. Der Märchen- und Freizeitpark in Bettembourg ist der einzige im Großherzogtum. Er wird jedes Jahr von rund 260.000 Menschen besucht.

Pinguin-Flyer auf französisch

W.K.

  

Unverfrorene Freunde

Der Biologe Dr. Klemens Pütz – Mitglied bei Sphenisco und und Wissenschaftlicher Direktor des Antarctic Research Trust - hat „Unverfrorene Freunde – mein Leben unter Pinguinen“ veröffentlicht. Seit über 30 Jahren beschäftigt Klemens Pütz sich mit Pinguinen, reist und lebt immer wieder in der Antarktis und Subantarktis. „Unverfrorene Freunde“ bietet daher fundiertes Wissen aus langjähriger Forschung, persönliche Erlebnisse aus erster Hand, inspiriert vom Enthusiasmus für die tollen Vögel im Frack.

W.K.

Unverfrorene Freunde

 

10 Jahre Sphenisco e.V. - Hat sich die Arbeit gelohnt?

Hannover 10. Juli 2018.

Seit einiger Zeit ist ein fester Bestandteil unserer Jahresplanung die Versammlung von Sphenisco e.V. immer am letzten Wochenende im Juni.

Wie kam es eigentlich dazu? Nach einer Antarktisreise entdeckten wir, sensibilisiert für Pinguine, im Pinguinmuseum Cuxhaven einen Flyer von Sphenisco e.V. Wir baten, nachdem wir die Homepage durchgelesen hatten, um Aufnahme. Humboldtpinguine hatten wir in der Antarktis zwar nicht gesehen, aber letztlich geht es um die ganze Spezies, oder?

   
© SPHENISCO