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Geisternetze – Gefahr für Tier und Mensch

WWF und Zoo Rostock machen auf unsichtbare Fallen auf dem Meeresboden aufmerksam

Rostock 21. Januar 2022.

Im Zoo Rostock wurde gemeinsam mit Vertretern des World Wide Fund For Nature (WWF) eine neue Outdoorausstellung am und sogar im Pinguinbecken eröffnet. Mit der Initiative „Geisternetze – Gefahr für Tier und Mensch“ soll auf die erheblichen Gefahren durch Geisternetze im Meer aufmerksam gemacht werden. Die Ausstellung, eine Zusammenarbeit zwischen WWF und dem Zoo Rostock, wird bis zum März zu sehen sein.

Das Pinguinbecken ist zurzeit aufgrund von Maßnahmen zum Schutz gegen die Vogelgrippe nicht belegt, aber trotzdem mit Wasser gefüllt. So können Geisternetze und die Gefahren, die von ihnen ausgehen, auch ganz anschaulich gezeigt werden.

Bereits seit 2014 engagiert sich der WWF für die Problematik der verloren gegangenen Fischereigeräte, sogenannte Geisternetze. In den ersten sechs Projektjahren wurde eine effiziente Methode zur Suche und Bergung von Geisternetzen aus der Ostsee entwickelt, mit der bisher 24 Tonnen geborgen werden konnten. Seit 2021 fördert das Land Mecklenburg-Vorpommern als erstes Küstenbundesland die Arbeit gegen Geisternetze.

Die Ausstellung im Zoo Rostock mit Stellnetzen, wie sie weltweit in der Küstenfischerei eingesetzt werden, zeigt eindrücklich die Gefahren, die von Geisternetzen ausgehen. Stellnetze, wie sie auch an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns genutzt werden, sind beim Fischen selektiv und zerstören nicht den Meeresboden. Wenn sie jedoch verloren gehen, werden sie jahrelang zur tödlichen Falle für Tiere. Auch für Fischer ist der Verlust ein großer finanzieller Schaden, der noch dazu die Fanggebiete mit Plastik verunreinigt.

Hintergrund: Seit mehr als 50 Jahren im Einsatz für die Natur
Der World Wide Fund For Nature (www.wwf.de) ist eine der größten Naturschutzorganisationen der Welt und in mehr als 100 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen ihn rund fünf Millionen Förderer. Das globale Netzwerk des WWF unterhält 90 Büros in mehr als 40 Ländern. Rund um den Globus führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell 1300 Projekte zur Bewahrung der biologischen Vielfalt durch.

Zoo Rostock


Anm.

Fotos vom Zoo Rostock & Frank Fuchs
Die Tierpfleger René Schoknecht (li.) und Matthias Petzoldt beim Platzieren der Geisternetze im Pinguinbecken. Hier kann live beobachtet werden, wie sich Gegenstände in den Netzen verfangen. In der Natur werden die Netze zu tödlichen Fallen für die Tiere.

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