Pinguin-Wein auf den Weg in die Antarktis

Kirrweiler, 30. August 2019.
 
WeinFür die Forscher im ewigen Eis, auf der Forschungsstation Neumayer III ist die Verkostung der Pfälzer und Rheinhessischen Weine ein besonderes Highlight während ihrer Zeit in der Antarktis. Die Weinkiste, die jedes Jahr im Januar aus der Heimat eintrifft, wird zunächst für ein paar Monate eingelagert. Die erste Verkostung findet am höchsten Feiertag in der Antarktis, dem Mittwinterfesder am 21. Juni statt.
 
So schilderte die Physikerin Helene Hoffmann den Weingenuss auf der Forschungsstation bei der offiziellen ‚Vernagelung‘ der, liebevoll von Hand gezimmerten, 70 Flaschen fassenden Holzkiste am 27. August 2019 im Geburtshaus Georg von Neumayers, Kirchheimbolanden. Die Physikerin war gerade von einem 14 Monaten dauernden Aufenthalt in der Antarktis zurückgekehrt.
 
Alljährlich schickt die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd, aktuell unter der Leitung von Prof. Dr. Hannes Kopf, eine Kiste mit Weinen aus der Heimat zum Gedenken an Georg von
Neumayer (1826-1909) in die Antarktis. In diesem Jahr durfte der Pinguin-Wein nicht fehlen, der seit Mai 2019 das Fundraising von Sphenisco unterstützt. Schließlich ist der Pinguin Symbolfigur der Antarktis. Auch wenn wir von der Antarktis eher die Kaiser- und Königspinguine kennen und die Humboldt Pinguine dort nicht vorkommen. Die anwesenden Medienvertreter waren von der Idee eines Pinguin-Weins recht angetan und haben die Flasche, die als ‚Eyecatcher‘ ganz oben in der Kiste lag, sehr werbewirksam in Szene gesetzt.
 
Die SWR zeigte noch am selben Abend in der Sendung SWR Aktuell Rheinland-Pfalz einen 2:30 Minuten dauernden Beitrag über den diesjährigen Festakt. Unterstützung bei der Vernagelung
erhielt Prof. Dr. Kopf von den Weinhoheiten: Inga Storck, Deutsche Weinprinzessin, Anna Göhring, rheinhessische Weinkönigin und der pfälzischen Weinkönigin Meike Klohr.
 
Der Namensgeber der Neumayer Station III war Geophysiker und Polarforscher. Seine Forschungsprojekte führten maßgeblich zum 1. Internationalen Polarjahr 1883. Interessant ist die Motivation, welche Georg von Neumayer vor mehr als 130 Jahren dazu führte die Polarregion genauer zu erforschen. Er studierte die Werke Alexander von Humboldts und Carl Friedrich Gauss und erkannte, dass das Wissen über die Süd-Polar Region grosse Lücken aufwies: „Besonders machte sich dieses Gefühl der Unvollständigkeit unseres Wissens in Beziehung auf die Süd-Polar Regionen geltend, und es schien mir des Strebens eines jungen Mannes würdig, sich der Beseitigung dieses Ausfalles in unserer Erkenntnis zu widmen.“ (Zitat aus seinem Buch ‚Auf zum Südpol‘)
 
Andrea Ramsel

SWR Aktuell: Sendung vom 27.8.2019

Weitere Infos über die Antarktis von der Physikerin Helene Hoffmann

BR Mediathek: Ausserordentlich Sehenswert:  Helene Hoffmann, Physikerin und ‚Entertainerin‘
   
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