Entscheidung erneut verschoben


Landau 6. Oktober 2009

Im Dezember 2007 hat die Firma Suez Energy eine Genehmigung für den Bau des Kohlekraftwerkes Barrancones (600 MW) in der Nähe des Nationalen Schutzgebietes des Humboldt-Pinguins  beantragt. Seither läuft das Verfahren zur Prüfung der Umweltverträglichkeit.

Zuletzt haben immer noch 11 Behörden Einwände gegen den Bau erhoben, 1 Behörde lehnt ihn ganz ab und lediglich 2 Behörden haben der Baumaßnahme zugestimmt. Damit ist die Bilanz von Suez Energy zur Zeit deutlich schlechter als die der Firma Codelco, bevor sie ihren Antrag für das Kraftwerk  Farellones (800 MW) zurückgezogen hat.

Ende August, dann Ende September stand das Verfahren in der Corema (Comisión Regional de Medio Ambiental) zur Entscheidung an. Jetzt hat die Firma SUEZ erneut eine Verlängerung der Frist beantragt, um die Einwände der Behörden und der Bürger zu entkräften.  Als neuer Termin wurde der 30. April 2010 festgesetzt.

Auch das 3. Kraftwerk (400MW) der Firma CMP am Standort Chungungo, ebenfalls 2007 beantragt und seitdem in der Umweltverträglichkeits-Prüfung, hat auf Antrag eine Fristverlängerung bis zum 30. Juli 2010 erhalten. Naturschützer und Bürgerrechtler glauben, dass die Energiefirmen auf Zeit spielen, da bis zum Ablauf der Frist in der Region Coquimbo Wahlen stattfinden und die Unternehmen vielleicht auf eine für ihr Vorhaben günstigere Zusammensetzung der politischen Entscheidungsträger hoffen.  David braucht nicht nur Mut, sondern auch unendliche Ausdauer.

Werner Knauf

 

   
© SPHENISCO

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