Douglas Tompkins appelliert an Präsidentin Bachelet

Landau 10. Juli 2008. Der berühmte Naturschützer (Unternehmer und Exmillionär) weist in einen Brief an die Präsidentin Bachelet auf      die drohende ökologische und soziale Katastrophe in der Region Coquimbo, Nordchile hin. Er unterstützt auf diese Weise den Kampf der Bürgerbewegung (MODEMA) gegen den geplanten Bau von 3 Kohlekraftwerke in der Nähe der Hauptbrutgebiete der Humboldt-Pinguine. Douglas Tompkins appelliert an die Präsidentin und die zuständigen chilenischen Behörden eine umwelt- und sozialverträgliche Lösung zu suchen. Gleichzeitig fordert er 258 chilenische Naturschutzorganisation und Naturschützer in Chile auf, die Proteste von MODEMA durch Schreiben an die chilenischen Autoritäten zu unterstützen.

 

 

Zur Person - Douglas Tompkins

 

 

 

„Der Landnehmer“ - Die Zeit

„Wir sind dann mal weg“ - FTD

„Mit Esprit für Nationalparks“ - FAZ

 

Douglas Tompkins, geboren am 20. März 1943 und aufgewachsen im ländlichen Millbrook, im Bundesstaat New York, passionierter Bergsteiger und Naturfreund, provoziert seit Jahren unterschiedlichste Schlagzeilen und Kommentare. 1964 gründete er den Outdoor-Ausstatter „The North Face“ und 6 Jahre später die Modefirma „Esprit“, deren Produkte in 44 Ländern der Welt verkauft werden.

 

1990 verkaufte er seine Anteile an beiden Unternehmen und trennte sich so von kommerziellen Erfolg. Seinen Ausstieg begründete er mit den destruktiven Wirkungen kapitalistischer Wirtschaftsweisen und westlichen Lebensstil auf Natur und Gesellschaft. Seither erwirbt er in Argentinien und Chile mit seinem Vermögen Land, um es vor der Zerstörung zu retten und durch wegweisende Initiativen die privat erworbenen Flächen in staatliche Naturschutzgebiete zu überführen. Mittlerweile hat er 8oo.ooo Hektar unter Schutz gestellt. Das Herzstück ist der Pumalín Park in der Region „De los Lagos“ nahe Chaitén mit 3oo.ooo Hektar Fläche.

 

Konservative Kräfte in Chile und die Lobby der Unternehmer wehrten sich lange Jahre gegen seine Projekte. Sie sahen in Tompkins eine Gefahr für die nationalen chilenischen Interessen, vor allem für die Entwicklung des Landes, sowie ein Hindernis bei der wirtschaftlichen Ausbeutung der Regenwaldgebiete.

 

 

 

Douglas Tompkins orientiert sich bei seinen Projekten an der Natur- und Umweltphilosophie des Norwegers Arne Naess.

 

Für sein jahrelanges Engagement für die Natur wurde er gemeinsam mit seiner Ehefrau Kristine Tompkins am 11. Juni 2008 im Frankfurter Römer mit dem Bruno H. Schubert Preis ausgezeichnet.

 

   
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