Pflege von Wildtieren

- Naturkunde-Museum in San Antonio leistet wertvolle Arbeit -

San Antonio 10. Februar 2014.

Pelikane, Dominikaner Möwen, Basstölpel, Tauben, Falken, die Gehege sind voll. Selbst in den Arbeitsräumen zwei vergiftete Katzen, zwei junge Kleingrisons (Galictis cuja) (marderähnliche Tiere) und ein Frosch, der nicht zur Fauna von Chile gehört. Gott sei Dank im Moment kein Humboldt-Pinguin. Die Auffang- und Rettungsstation des Naturkunde-Museums in San Antonio ist überbelegt. Señor Christian Luis Brito berichtet, dass sie im vergangenen Jahr über Hundert Wildtiere ausgewildert haben und auch aktuell etwa 20 Tiere in Freiheit gesetzt werden sollen. Die Versorgung der verletzten Tiere im Museum ist in mehrfacher Hinsicht schwierig. Die Arbeit ist unterfinanziert, wenig Mitarbeiter - unterstützt durch Freiwillige - versorgen neben ihren anderen Aufgaben viele Tiere. Es fehlen Räume, die Mittel für Futter und Medikament sind knapp. Leider können auch die Ergebnisse der Auswilderungen nicht kontrolliert werden. Alle Hoffnungen richten sich auf den geplanten Bau eines neuen Museums mit einer angegliederten grosszügigen  Auffang- und Rettungsstation. Seit Jahren warten die Mitarbeiter auf diese Lösung. Ende Februar entscheidet die Regional-Regierung über die Bewilligung der noch fehlenden Gelder. Da heißt es Daumen-Drücken.

Seit Gründung unterstützt Sphenisco die Arbeit im Museum immer wieder durch die Spende von Medikamenten. Keine Lösung der Probleme, aber eine willkommene Hilfe.

W.K.

   
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