Kampagne gegen die Kraftwerke

Artenschutzeuro für Humboldt-Pinguine

Landau 27. Januar 2021.

Am 1. März führt auch der Zoo Frankfurt den Naturschutzeuro ein. Wie eine wachsende Zahl deutscher Zoos (Anm.1) wirbt dann auch der Frankfurter Zoo dafür, dass Besucher mit einer kleinen, freiwilligen Spende zum Erhalt bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume beitragen. Unter dem Motto „Mach Deinen Zoobesuch wertvoller“ sollen viele kleine Spenden zu einer großen finanziellen Unterstützung für den Artenschutz bündeln werden. „Leichter und mit weniger Aufwand kann man nicht Teil eines großen Ganzen werden,“ lobt Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) die Initiative.
(s.a. „Hinter dem Zoo geht’s weiter“-PDF)

Der Frankfurter Zoo konzentriert seine Förderung auf 4 globale und 2 regionale Projekte, regional auf „Honigbienen und Insekten“ des Vereins Bienenbotschaft sowie „Naturwaldentwicklung im Wispertaunus“ der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF), global auf den „Manu-Nationalpark in Peru“, den „Schutz der Serengeti in Tansania“, das „Bukit-Tigapuluh-Schutzprogramm auf Sumatra, Indonesien“, 3 weitere Projekte der ZGF und den „Schutz des Humboldt-Pinguins“. SPHENISCO neben der ZGF. Da muß SPHENISCO erst mal schlucken, dann fühlt der Verein seine Arbeit sehr gewürdigt und erinnert sich, was für ein sympathischer Vogel der Humboldt-Pinguin doch ist.

Der Natur- oder Artenschutzeuro bedeutet für die Bemühungen um den Schutz der Humboldt-Pinguine und ihres Lebensraums einen qualitativen Sprung. Schon seit Gründung von SPHENISCO haben viele deutsche bzw. europäische Zoos die Arbeit des Vereins nicht nur durch gemeinsame Aktionen und Kampagnen, sondern auch durch ihre Mitgliedschaft sowie große und kleine Spenden unterstützt. Der Artenschutzeuro macht es möglich, ein deutlich höheres Spendenaufkommen zu akquirieren und Projekte mittelfristig abzusichern. Die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe, der Vogelpark Marlow, der Zoo Landau, der Zoo Dresden und jetzt der Zoo Frankfurt, haben sich entschieden, die Arbeit von SPHENISCO zusätzlich via Artenschutzeuro zu fördern (Anm. 2). Diese Hilfen werden ergänzt durch Zuwendungen von Zooförderern wie „der Freunde des Tierparks Hagenbeck“ und dem „Freundeskreis Zoo Landau“.

Der Vorstand hat deshalb bereits im vergangenen Jahr Gespräche und Verhandlungen bezüglich neuer Projekte aufgenommen. Mit den Forschern Alejandro Simeone, Universidad Andrés Bello, Santiago, Chile, Guillermo Luna-Jorquera, Universidad Católica del Norte, Coquimbo, Chile und Thomas Mattern, Universität von Otago, Dunedin, Neuseeland sollen mehrjährige Forschungen realisiert werden, um 1. mit systematischen Zählungen die Brutpopulation in den wichtigsten Brutinseln von Chile zu bestimmen, 2. den Bruterfolg in 2 großen Brutkolonien zu ermitteln sowie 3. das Futtersuchverhalten in der Nähe der Hauptbrutgebiete zu untersuchen. Es ist geplant, Ende des Jahres (Südsommer) mit den Forschungsarbeiten zu beginnen.

Nancy Duman (Sphenisco, Chile) bereitet ein einjähriges Projekt zur Umweltbildung mit und in den Schulen der Küstendörfern (Kommune La Higuera in der Nähe der Hauptbrutgebiete) vor. Das Konzept wurde bereits im vergangen Jahr erarbeitet, konnte aber wegen der Pandemie nicht realisiert werden. Aktuell wirrd das Konzept um digtitale Medien und Möglichkeiten einer IT-gestützen Arbeitsweise erweitert, um das Projekt krisenresistenter zu machen.

Die nächst Welt-Pinguin-Konferenz findet Ende August 2022 (Zeitfenster 22.-31. August) in Viña del Mar, Chile statt. Dr. Alejandro Simeone (s. oben) lebt und arbeitet in der Region und ist wesentlich an der Organisation der Konferenz beteiligt. Mit ihm sind wir im Gespräch, wie SPHENISCO sich beteiligen und die Veranstaltung unterstützen kann.

Alle Projekte in Chile tragen auf ganz unterschiedliche Weise zum Schutz des Humboldt Archipels (Hauptbrutgebiete) bei. Auf die Bitte des Vereins prüft auch unser peruanischer Partner, Acorema zur Zeit, ob es möglich ist, die Schutzbemühungen in Peu wirkungsvoll zu erweitern.

 

Anm.

(1) Die Zoos in Leipzig, Dresden, Karlsruhe, Stuttgart, Augsburg, Marlow, Heidelberg, Rostock und Landau haben den Artenschutzeuro bereits etabliert.

(2) Zoologische Gärten, die den Schutz des Humboldt-Pinguins mit Hilfe des Artenschutzeuros unterstützen:

W.K.

 

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Freier Handel fairer Handel?

- EU und Chile planen neues Abkommen -

Landau 2. Januar 2021.

Ende letzten Jahres berichteten die Deutsche Welle und der Deutschlandfunk über das Freihandelsabkommen, das zur Zeit zwischen Chile und der EU verhandelt wird. Der Artikel ist ein Resümee der beiden Beiträge.

Das neue Abkommen will die beiden Wirtschaftszonen enger verbinden und Handelsschranken noch weiter abbauen. Das bestehende, 17 Jahre alte Abkommen hat zu einer Verdoppelung des Handels geführt. Chile exportiert fast ausschließlich Rohstoffe wie zum Beispiel Kupfer, Lithium, aus dem Bergbau und landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Zellstoff, Avocados, Blaubeeren, Wein, Nüsse und Lachs. Die EU hingegen liefert verarbeitete Produkte wie Fahrzeuge, Flugzeuge, Medikamente und chemische Produkte. Die europäischen Unternehmen, von ihnen kommen rund ein Drittel der direkten Investitionen des Auslandes, investieren vor allem in die Sektoren Energie, Bergbau und Infrastruktur.

Die Pläne provozieren Widerspruch auf beiden Seiten. Die Kritiker weisen darauf hin, dass durch das Abkommen 1. die Abhängigkeit der chilenischen Wirtschaft vom Rohstoffexport noch vertieft und verhindert werde, dass Chile eigene Industrien z.B. Herstellung von Lithiumbatterien entwickelt.
2. die Einseitigkeit des Handels Probleme in Chile verschärfe. So forciere die wasserintensive Landwirtschaft Trockenperioden, Monokulturen sowie der zunehmende Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gefährde Biodiversität und der Bergbau vergrößere durch giftige Abwässer Umweltschäden.

Im geplanten Abkommen bekennen sich EU und Chile zum Pariser Klimaschutzabkommen und den Zielen der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklung. Beide Parteien verpflichten sich, die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation zu respektieren. Dazu gehört auch die Konvention 169 zum Schutz indigener Völker. Allerdings sind bei Verletzungen der Regeln keine Sanktionen vorgesehen. Verstöße sind nicht oder kaum justiziabel. Geschädigte können nicht klagen. Klage führen müsste der Staat und das tut er meistens nicht. Genau deshalb wurde das Mercosur-Abkommen, das die EU mit Argentinien, Paraguay, Uruguay und Brasilien schließen will, vom EU-Parlament im Oktober abgelehnt. Unverbindliche Bekenntnisse zur Nachhaltigkeit, während z.B. am Amazonas weiter die Wälder brennen.

Dagegen sollen Konzerne wirkungsvoll geschützt werden. Sie sollen an einem Investitionsgerichtshof Entschädigungen einklagen können, wenn Gewinne durch politische Entscheidungen beeinträchtigt werden. Das wäre z.B. der Fall, wenn eine neue Verfassung, Arbeitnehmer und Umwelt besser schützt und natürliche Ressourcen wie z.B. Wasser wieder als Gemeinschaftseigentum bestimmt. Kritiker weisen auf die gefährliche Dynamik einer solchen Gerichtsbarkeit hin. Schon die Androhung einer Investorenklage kann dazu führen, dass Chile notwendige Regelungen zum Schutz von Arbeitnehmern, Gesundheit und Umwelt unterlässt. Es besteht die Gefahr, dass der Staat zugunsten ausländischer Investoren umgestaltet wird. Die Rechte der Bürger, deren Interessen von denen der Investoren abweichen, blieben auf der Strecke.

Chile und die EU wollen das Abkommen so bald wie möglich beschließen, um Schwierigkeiten durch den Prozess „neue Verfassung“ zu vermeiden. Die Proteste 2019 haben gezeigt, dass eine Mehrheit mehr sozialen Ausgleich sowie besseren Gesundheits- und Umweltschutz will. Dazu passt „Unternehmer-Interessen first“ nicht. Der europäische Green Deal spricht von „nachhaltiger Wirtschaft“, von „internationaler Zusammenarbeit zur Verbesserung weltweiter Umweltnormen“. Diese Ziele fördert das geplante Abkommen offenbar nicht.

W.K.

 

-Anm.-

Sophia Boddenberg, EU und Chile - Freihandelsabkommen mit bedrohlichen Folgen, Deutschlandfunk 25-12-20
https://www.deutschlandfunk.de/eu-und-chile-freihandelsabkommen-mit-bedrohlichen-folgen.697.de.html?dram:article_id=489881

 

Sophia Boddenberg, Loreto Contreras und Maria Cariola, Freihandelsabkommen EU-Chile: Chance oder Hindernis?, Deutsche Welle 02-11-20
https://www.dw.com/de/freihandelsabkommen-eu-chile-chance-oder-hindernis/a-55474573

 

Lockdown Lockdown

Die (Spreewelten-) Pinguine von Lübbenau – Impressionen zweier Mitglieder

Magdeburg 12. Oktober 2020.

Spreewald statt Peru!? Eine bizarre Vorstellung, die noch im März für pures Entsetzen, ungläubige Blicke und Tränen gesorgt hatte, entpuppte sich als eine unserer schönsten und berührendsten Reisen überhaupt.

Es war der 13. März 2020, der Tag an dem fest stand, dass aus unserem Traumurlaub in der südamerikanischen Heimat der Humboldtpinguine vorerst nichts werden würde. Die Grenzen waren und sind weitestgehend geschlossen, an Reisen nicht zu denken, Gesundheit war und ist oberste Priorität.

In diesen Wochen hörten wir erstmalig von einem Erlebnisbad in Lübbenau im Spreewald, wo man angeblich mit Humboldtpinguinen schwimmen könne: Die Spreewelten.

Schon seit Kindertagen begeistern uns die faszinierenden schwarz-weißen „Unterwasserflieger“. Nachdem wir insbesondere durch das Buch „Unverfrorene Freunde“ von Clemens Pütz und zahlreiche Besuche im Zoo Halle (Saale) immer wieder mit dem Engagement Spheniscos in Berührung gekommen waren, entschieden wir uns Ende 2019 schließlich dem Verein beizutreten. Eine im wahrsten Sinne des Wortes „bewegende“ Entscheidung, denn wir suchen aktiver denn je nach Möglichkeiten mit den Tieren in Berührung zu kommen. Sphenisco ist für uns dabei eine Art gemeinsame Basis und bietet Ideen, Wissen, Erfahrungen und Rat, um einen kleinen Beitrag für den Schutz der Pinguine in ihrer Heimat leisten zu können. Unsere Begeisterung treibt uns dabei an und die kann ja bekanntlich ansteckend sein. 

Nun also, da wir außerdem noch erfahren hatte, dass auch die Spreewelten Sphenisco-Mitglied sind, wollten wir selbst sehen und erleben, wie denn „Schwimmen mit Pinguinen“ aussehen sollte, ob das denn überhaupt eine gute Idee sein könne.

Im September war es nun soweit: Für 6 Tage und 5 Nächte hatten wir uns im Spreewelten-Hotel inklusive Zugang zum Bad einquartiert. Stunde um Stunde verbrachten wir damit die lustige Truppe aus 24 Humboldtpinguinen zu beobachten, mit den liebevollen und tatkräftigen Tierpflegerinnen ins Gespräch zu kommen und natürlich auch, im angenehm temperierten Wasser unsere Kreise zu drehen, (fast) Bauch an Bauch mit den Pinguinen. Es sei an dieser Stelle verraten: Die Herausforderung mancher Zweibeiner*innen auf ein Wettschwimmen wird von den neugierigen Pinguinen recht gerne angenommen. Der Sieg ist ihnen dabei absolut immer gewiss! Kein Mensch ist so flink, wendig und elegant, wie die schwarz-weißen „Unterwasserflieger“. Sie haben ja auch eine ganze Menge Platz, um durch ihr riesiges und schönes Salzwasserbecken zu tauchen. Jeder in seinem Tempo, von gemütlich, cool-desinteressiert über neugierig die Menschen auf der anderen Seite der Glasscheibe beobachtend bis blitzschnell mit galanten Sprüngen aus dem Wasser fliegend. Es ist einfach hinreißend und wunderschön den cleveren Tieren bei ihrem alltäglichen Treiben zusehen zu dürfen.

Dabei ist durchaus die Frage berechtigt, wer denn eigentlich wen beobachtet? Spätestens am zweiten Morgen gegen 9 Uhr wurden wir bereits von einer kleinen Truppe am Außengehege erwartet und mit lautem Pinguingetröte empfangen. Manche von ihnen erweckten den Eindruck, als würden sie sich für Fotos gerne in Pose werfen. So manch ein Pinguin scheint auch ein aufmerksamer Zuhörer zu sein, andere sind interessierte Beobachter von all dem, was Mensch so alles mit seinen Fingern machen kann. Sie verfolgen an Land und im Wasser – die entsprechende Lust und Laune vorausgesetzt - neugierig bis konzentriert die Bewegungen von Füßen und Händen, auch Schattenspiele mit den Fingern sind dabei äußerst beliebt - bei Mensch und Tier. Apropos Finger: So putzig ein jeder Pinguin aussehen mag, die Schnäbel sind kräftig und wehrhaft. Jeder hat seine eigenen Bedingungen für Streicheleinheiten. Wir Menschen wollen ja auch nicht mal eben ungefragt von einem Anderen berührt werden!

So ist es nur folgerichtig und wichtig für das Wohl der Tiere, dass sie sich zurückziehen und verstecken können.  Und auch dafür bietet das Pinguingelände eine ganze Menge Platz und verborgene Ecken hinter Steinen und Büschen, die für uns menschliche Gäste weder zugänglich, noch einsehbar sind. Es kann durchaus vorkommen, dass (fast) kein Frackträger sichtbar ist, weil eben jede*r Mal müde wird oder einfach keine Lust auf „Andere“ (Nicht-) Artgenossen und ungebetene Beobachter*innen hat.

Spätestens zum Essen ist dann wieder eine Menge los. Während zu den offiziellen Fütterungen, die zweimal täglich stattfinden, die Besucher*innen von den Tierpflegerinnen wissenswerte Informationen über den Humboldtpinguin erhalten, bekommen die schwarz-weiß-gefiederten Stars einen für sie leckeren und abwechslungsreichen Fischmix aus Hering, Stint und Sprotte. Wer bekommt da nicht sogleich Appetit!?

Der Besuch in den Spreewelten war für uns ein zauberhafter Urlaub! Die Pinguine stehen im Mittelpunkt. Sie sind die Highlights und die Stars! Dadurch ermöglichen sie uns und allen Besucher*innen, sich von den Tieren faszinieren zu lassen. Die lustige Truppe macht es uns, ohne ein Flugzeug besteigen und eine teure Reise buchen zu müssen, wirklich leicht und zieht viele Menschen in ihren Bann. Das ist eine große Chance, denn Faszination für die Tiere bewirkt auch Interesse und Neugierde auf deren natürlichen und wunderschönen Lebensraum und damit auch auf dessen Bedrohung. Wer sich begeistern lässt, wird auch sensibel dafür, dass es möglich ist und was nötig ist, um ihr (Über-) Leben zu schützen. Jede*r kann eine für Mensch und Tier lebenswerte Welt ein kleines bisschen mitgestalten. Eine erste Anregung finden Besucher*innen auf den großen Infotafeln am Außengehege. Die 24 Spreewelten-Pinguine und ganz besonders ihre Tierpflegerinnen sind damit auch Botschafterinnen und Botschafter für alle Pinguine, die in Freiheit leben! Dankeschön und weiter so!!! Viva los pinguinos!

Kathrin Ballenthin

5 am Stück Guten Morgen

Save the date „save the penguin“!

NewsWelt-Pinguin-Tag 2020, the same procedure as every year!” Leider immer noch erforderlich, vielleicht angesichts der aktuellen Entwicklung in Chile sogar in besonderer Weise. Das Land ist im Aufruhr, die Menschen kämpfen für eine neue Verfassung sowie eine gerechte Verteilung der materiellen und natürlichen Ressourcen. Zur Zeit ist völlig unklar, ob Reformen durchgesetzt werden können und wie sich die Entwicklung auf den Schutz der Natur und der Umwelt auswirkt.

Auch dieses Jahr fällt die Bilanz beim Schutz des Humboldt-Pinguins gemischt aus: Seit über 20 Jahren verteidigen Natur- und Umweltschützer erfolgreich den Lebensraum der Humboldt-Pinguine, zuletzt mit einem spektakulären Erfolg vor dem Supreme Court in Chile. Sie schaffen es aber nicht, das wertvolle Ökosystem dauerhaft und nachhaltig zu schützen.

Sphenisco ruft deshalb auch 2020 zu Aktionen rund um den Welt-Pinguin-Tag (25. April) auf und stellt Materialien zur Verfügung. Bitte prüfen Sie, ob es in ihrer Einrichtung möglich ist, in der Zeit vom 18. April bis 3. Mai 2020, ggf. auch zu einem anderen Zeitpunkt mit kleinen oder größeren Aktionen den Kampf für den Lebensraum des Humboldt-Pinguins zu unterstützen. Die Bürger- und Umweltbewegung vor Ort ist dringend auf diese internationale Unterstützung angewiesen.
 
Es würde unsere Arbeit erleichtern, wenn Sie uns über Ihre Pläne informieren. 
 
W.K.

Hannes Jaenicke setzt sich für Humboldt-Pinguine ein

Der bekannte Schauspieler Hannes Jaenicke setzt sich für Humboldt-Pinguine ein. Auf Bitte von Sphenisco appelliert er an Präsidentin Bachelet die Küsten- und Meeresregion "La Higuera-Isla Chañaral" in der Region Coquimbo unter Schutz zu stellen und als Weltnaturerbe anerkennen zu lassen. Auf seinen Facebookseite bittet er seine Follower (rund 95.000) die Online-Petition „Schützt die Heimat der Humboldt-Pinguine!“ zu unterstützen und zu teilen: „Mit der Unterzeichnung dieser Petition könnt ihr dem "Sphenisco - Schutz des Humboldt-Pinguins e.V" und Rettet den Regenwald dabei helfen, einen der weltweit 35 Hotspots der Artenvielfalt und gleichermaßen der Heimat des Humboldt-Pinguins zu erhalten. Ich bin dankbar für jeden, der uns unterstützt!“

Sphenisco dankt im Namen der Humboldt-Pinguine dem engagierten Tierfreund und Naturschützer.

„Ja zur Meeresschutzzone“

Aktionen rund um den Welt-Pinguintag am 25. April

Proteste_ChileIm Hauptverbreitungsgebiet des bedrohten Humboldt-Pinguins in Nordchile sollen zwei große Industriehäfen gebaut werden. Diese Projekte provozieren am Welt-Pinguin-Tag  Proteste in Chile und vielen anderen Ländern.

Bereits im vergangenen Jahr haben über 220.000 Menschen aus aller Welt eine Online-Petition von „Rettet den Regenwald“ unterzeichnet, um auf die drohende Zerstörung der Natur in Nordchile aufmerksam zu machen. In der betroffenen Region haben viele Bürger Einsprüche gegen die geplanten Hafenprojekte formuliert und wehren sich auf vielfältige Weise (s.a Artikel auf dieser Seite). Sphenisco setzt sich seit vielen Jahren für die Einrichtung einer Meeresschutzzone ein und unterstützt die Anwohner in ihrem Anliegen, die Meeresregion zu erhalten und ausschließlich nachhaltig zu nutzen.

Zum Welt-Pinguin-Tag am 25. April ruft Sphenisco seine Mitglieder sowie Zoos in Europa und Amerika auf, mit vielfältigen Aktionen auf die dramatische Situation im natürlichen Lebensraum des Humboldt-Pinguins aufmerksam zu machen. Zu den geplanten Aktionen gehören eine weltweiten Foto-Aktion unter dem Motto „Ja zur Meereschutzone“ und die neue Online-Petition „Heimat für Pinguin und Co.“, die wir mit „Rettet den Regenwald“ organisieren. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen in Chile und Naturschützern in aller Welt  appelliert Sphenisco an die chilenische Präsidentin Bachelet, den Bestand der Humboldt-Pinguine nachhaltig zu schützen und nicht durch die Hafen-Projekte zu gefährden. Über Einzelheiten zu den Aktionen rund um den Welt-Pinguin-Tag informiert die PDF-Datei „Welt-Pinguin-Tag 2017“. 

W.K.

Humboldt-Pinguine, Klasse 4A und Oberbürgermeisterin Reker

Super Aktion an Kölner Grundschule

Landau, Köln 1. Oktober 2016.

Klasse 4aIm Frühjahr besuchte die „Pinguin-Botschafterin“ Alexa die Klasse 3 der Grundschule Ödsbach in Oberkirch (Schwarzwald) und löste eine super Aktion aus. Jetzt war Alexa in Köln, in der Klasse 4A der Gemeinschaftsgrundschule Steinbergerstraße. Die Klasse sah den Film „Pepe in Not“ und war sehr betroffen von den Schwierigkeiten, mit denen Pepe und sein Freund Gonzales in Chile zu kämpfen haben. Ihre Lehrerin Sophie Herrndorf fragte "Und was machen wir jetzt?" Die Antwort, Schweigen und erstaunte Gesichter. „Wir müssen doch etwas dagegen unternehmen!“

So fing alles an. Die Kinder schrieben einen Brief an Präsidentin Michelle Bachelet, der von über 300 Menschen unterzeichnet wurde. Dann warben sie für den Schutz der Humboldt-Pinguine und sammelten Geld, zunächst auf einem schulinternen Fest und später auf dem Klimafest in Köln-Nippes. An ihrem Informationsstand hat die 4A auch Pinguine aus Ton und Filz sowie Kuchen verkauft. Eröffnet wurde das Klimafest von Frau Reker, der Oberbürgermeisterin von Köln. Die Oberbürgermeisterin besuchte auch den Stand der 4A und traf dort Alexa (s. Foto). Beim Geldzählen waren alle sehr überrascht. Über 300 Euro! Genau 338,89 Euro. Die Klasse hatten mit 50 bis 100 Euro gerechnet.

Ist das nicht toll! Im Namen der Pinguine dankt Sphenisco der Klasse 4A in der GGS Steinbergerstrasse.

W.K.

Humboldt-Pinguine sagen DANKE!

Hoyerswerda 10. Juni 2016.

Begleitend zum traditionellen Stadtkindertag am 5. Juni hat der Zoo Hoyerswerda dieses Jahr einen Aktionstag zum Schutz der Humboldtpinguine veranstaltet. Die Besucher konnten sich am Pinguingehege über die aktuelle Gefährdung der Brutkolonien in Chile durch den geplanten Bau von Industriehäfen informieren. Die Zoomitarbeiter spendeten Ware für einen Pinguinflohmarkt und selbst gebackenen Kuchen. Bei den Besuchern kam die Aktion für den Artenschutz gut an: Viele informierten sich ausführlich, unterschrieben die Protestliste von Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V. und spendeten großzügig für das Artenschutzprojekt des Vereins. Der Zoo Hoyerswerda freut sich, die Arbeit von Sphenisco e.V. mit 154 Unterschriften, vielen Pinguinbildern und über 316 € Spenden unterstützen zu können. Mit den Pinguin-Freunden in aller Welt hoffen auch Besucher und Mitarbeiter des Zoos in Hoyerswerda, dass die Zerstörung der Brutgebiete in Chile verhindert werden kann.

Dr. Kathrin Kaltwaßer (Kuratorin des Zoos)

   
© SPHENISCO

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