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Zivilgesellschaftliche Gruppen empört über Flächennutzungsplan

La Serena, Landau 30. Dezember 2018.
 
ZivilEin Schelm wer Böses dabei denkt. Am 27. Dezember – zwischen Weihnachten und Neujahr, zu Beginn der Sommerferien – genehmigte das Consejo Regional (Beratergremium der Region Coquimbo) mit 13 gegen 3 Stimmen einen interkommunalen Flächennutzungsplan. Mit dem Plan wird es möglich, Gebiete zu industrialisieren, die eigentlich vorrangig geschützt werden müssten. Für die Küste von La Higuera lässt er Hafeninfrastruktur zu, die ökologische Bedeutung der Region tritt damit in den Hintergrund.
 
Gegen diese Entscheidung protestierten zahlreiche Gruppen der Zivilgesellschaft (1) vor und in der Intendencia (Amtssitz des Regierungspräsidenten) in La Serena. Nancy Duman konnte in einer kurzen Stellungnahme die Consejeros (Ratsmitglieder) auf Mängel und Einseitigkeiten aufmerksam machen: 1. ein existierender Plan sowie die gesamte wissenschaftliche Literatur bezüglich der Küste und des Meeres von „La Higuera-Isla Chañaral“ wurden nicht berücksichtigt. 2. wurden die Bewohner nicht beteiligt und damit ihre Interessen und Bedürfnisse nicht beachtet. 3. der Plan macht den Weg frei für eine kontaminierende Industrie (siehe Cruz Grande und „Dominga“) auf Kosten eines Ökosystems von Weltrang.
 
Die Senatorin der Region Coquimbo, Adriana Muñoz bedauerte ebenfalls die Entscheidung. Der Plan sei ein schlechtes Instrument, weil die realen Interessen der Bürger nicht berücksichtigt wurden. Die Entscheidung sei auch ein Alarmzeichen hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung. Chile habe vor den Vereinten Nationen eine ökonomische Entwicklung zugesagt, die ökologische Bedingungen und die Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigt.
 
Rosa Rojas von MODEMA wies auf die Gefahren für die Entwicklung des Tourismus und die Fischerei hin. Eine Entwicklung, die nur möglich war durch die besondere Produktivität des Meeres in diesem einzigartigen und nicht ersetzbaren Meeres- und Küstenregion. Allein von der Fischerei leben hunderte von Familien und sie wird heute schon nachhaltig betrieben. Rosa Rojas nannte den Plan eine Gefahr für das Kultur- und Naturerbe der Region.
 
ZivilZur Erinnerung: immer wieder, so auch im März 2018 wurde von zahlreichen Organisationen auf die Gefährdung der Küsten- und Meeresregion hingewiesen, die von einem solchen Flächennutzungsplan ausgehen, damals in einem Brief an den Ex-Regierungspräsidenten der Region. Welche Risiken für das Gebiet bestehen, bestätigen viele Studien von Wissenschaftlern und internationalen Organisationen.
 
Wie geht es weiter? Bevor der Flächennutzungsplan in kraft tritt, muss er von der obersten staatlichen Kontrollbehörde geprüft und genehmigt werden. Diese Behörde hatte in der Vergangenheit den Plan beanstandet. Sollte der Plan tatsächlich verbindlich werden, ist mit Klagen von Fischern und Umweltschützern zu rechnen.
 
Anm. (1) Defensa Ambiental IV Región, MODEMA, Sphenisco, Elqui Sin Mineras, distintos gremios de pescadores, Centinela Ambiental Tongoy, Movimiento Ciudadano Borde Costero Sur comuna de Coquimbo, Juventudes Tongoy, Sector Rural Cordillera desde Pan de Azúcar hasta Las Cardas, Rkalafquen, Comunidad Ecológica Newen Kallfu de Coquimbo, Bloque Popular Igualdad, FENAPO de Coquimbo, Comité Ambiental Comunal de Coquimbo, Barrio Patrimonial de La Serena, Movimiento Nacional Salud Digna para Todos, Los Choros, Secretaría Ambiental ULS y UCN, Red Ambiental Norte, Comunidad Punta de Choros de Turismo, ODEFOT, Hormiguitas de Coquimbo, Movimiento Cultural Ambiental de Tierras Blancas, Acción Ecosocial y distintas organizaciones de Andacollo y Elqui, entre otras
 
W.K.
 
Der Beitrag ist eine Zusammenfassung des Artikels „Agrupaciones de la región de Coquimbo indignadas ante aprobación de Plan Regulador que permitiría industrializar zonas prioritarias para la conservación“ unserer Mitarbeiterin Alicia Isabel Acuña, der bei La Serena online am 27. Dezember 2018 erschienen ist.
 
   
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