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Humboldt-Pinguine brauchen Hilfe – international

Die Humboldt-Pinguine sind von der Ausrottung bedroht. Deshalb unterstützt Sphenisco gemeinsam mit Naturschützern, Wissenschaftlern und Bürgern den Schutz von Brutkolonien und den sie umgebenden Meeresgebieten. Die enge Kooperation mit Bürgern und ihren lokalen Organisationen mündete 2019 in den Aufbau des Netzwerkes „Alianza Humboldt“, in dem sich inzwischen über 70 nationalen und regionalen Organisationen zusammengeschlossen haben. Sphenisco gehörte mit Organisationen wie Oceana, Greenpeace (Chile) und Seashepherd zu den 20 Gründungsmitgliedern.

Humboldt-Pinguine sind stark bedroht
Die IUCN stuft den Humboldt-Pinguin aktuell als „gefährdet“ ein. Aktuelle Zählungen lassen befürchten, dass die Population als „stark gefährdet“ oder gar als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft werden muß. Ursache sind eine Reihe von Faktoren wie:

  •  der Rückgang des Fischbestandes durch Überfischung und Klimaveränderungen,
  • die Meeresverschmutzung,
  •  das Fischen mit Kiemennetzen (Discard / Beifang)
  •  der illegale Guanoabbau,
  •  die illegale Entnahme von Eiern oder lebenden Tieren (zum Verzehr, als Maskottchen)

Außer diesen Faktoren bedrohen seit mehr als 20 Jahren immer wieder Großprojekte das wichtigste Brutgebiet, das Humboldt Archipel in Nordchile.

Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
Um die Ausrottung zu verhindern, sensibilisiert Sphenisco seit 2008 die lokale Bevölkerung und Behörden für den Schutz der Lebensräume dieser Pinguinart. Zielgruppen sind vor allem Fischer und Schulkinder aller Altersklassen. Vorrangige Ziele sind die Unterschutzstellung und Überwachung von Brutkolonien, die Errichtung von Meeresschutzzonen mit nachhaltiger Nutzung, die Durchsetzung von Fangverboten mit Kiemennetzen sowie die Verhinderung des Fischens mit Dynamit.

In Europa weist Sphenisco auf die Gefahr hin, durch den eigenen Konsum und Lebensstil ein weit entferntes Ökosystem zu schädigen und wirbt deshalb u.a. für den Verzehr von nachhaltig gefangenem Fisch, den Verzicht auf guanohaltigen Pflanzendünger und die Vermeidung von Plastikmüll.

Wissenschaft und Forschung
Sphenisco initiiert Forschungsprojekte in Chile und Peru und fördert diese finanziell. Partner sind in Chile Universitäten in Santiago (Dr. Alejandro Simeone) und Coquimbo (Dr. Guillermo Luna), in Peru Acorema (Áreas Costeras y Recursos Marinos). Aktuell untersuchen chilenischen Forscher in einem 6-jähriges Forschungsprojekt Bestand, Bruterfolg und Nahrungssuche. In Peru werden 2 Jahre lang in einer wichtigen Brutkolonie die Anzahl der Brutpaare ermittelt und der Bruterfolg kontrolliert.

Tierrettung
In der Tierrettungs- und Auffangstation des staatliche Naturkundemuseum in San Antonio, Zentralchile werden regelmäßig auch verletzte, kranke oder geschwächte Humboldt-Pinguine gepflegt und nach ihrer Genesung wieder in die Natur entlassen. Sphenisco unterstützt diese Arbeit mit finanziellen Zuwendungen.

Kooperation mit zoologischen Gärten
Moderne zoologischen Gärten legen großen Wert auf Umweltbildung und Artenschutz. Eine Reihe europäischer Zoos (1) unterstützen daher auch die Aktivitäten von Sphenisco zum Erhalt der Lebensräumen in Chile und Peru. Diese Zoos informieren ihre Besucher über die Bedrohung der Humboldt-Pinguine sowie die Arbeit von Sphenisco. Seit 2019 fördern einige die Arbeit mit Hilfe des sogenannten „Artenschutzeuro“. Die beträchtlichen Zuwendungen ermöglichen es, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu erweitern sowie die genannten Forschungsprojekte durchzuführen.

Die Kooperation von Sphenisco mit den südamerikanischen Partnern wird vom Welt- Zoo- und Aquarienverband (WAZA) als beispielhaft anerkannt und ist ein offizielles in-situ Schutzprojekt.

Wie können Sie Pinguinen helfen?
Der Schutz wildlebender Humboldtpinguine und ihrer Lebensräume wird nur gelingen, wenn viele gemeinsam dieses Ziel unterstützen. Sphenisco bietet Menschen, die sich im Natur- und Artenschutz engagieren wollen, die Gelegenheit sich entsprechend der persönlichen Möglichkeiten, Interessen und Fähigkeiten an konkreten Projekten und Maßnahmen zu beteiligen. Machen sie mit!

(1) Aktuelle Mitgliedschaften, Aktivitäten sowie Unterstützung durch den sogenannten „Artenschutzeuro“ finden sie unter „Kooperationen“.

Dr. Christina Schuber & Werner Knauf

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© SPHENISCO

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