Ohne Blau kein Grün und ohne Grün kein Wir!

La Serena, Coquimbo 12. September 2017.

Diese treffende Prämisse begleitete die Atmosphäre, die man in Begegnungen und Gesprächen, Austausch und Ausstellungen während des 5 Tage dauernden Kongresses IMPAC 4 in der Region Coquimbo erlebte.  Ohne Zweifel waren die Anwesenden - Experten, Wissenschaftler, Personen in leitenden sozialen und politischen Funktionen, Amtsträger, Studenten und Verfechter einer verantwortlichen Beziehung mit der Umwelt - von der extremem Dringlicheit überzeugt, die Ozeane, unser Meer als Quelle des Lebens, zu schützen.

Sphenisco, in Einklang mit und konsequent in den Motiven seiner Gründung im Jahr 2007, hat an dem Kongress teilgenommen, um einen starken Impuls in Chile und international für die Petition “Dringend: Ein Schutzgebiet für Pinguine in Chile!”, der Umweltorganisation Rettet den Regenwald zu setzen.

Während der Tage des IMPAC 4 in Coquimbo unterschrieben mehr als 1800 Personen die Petition, 1433 taten es direkt am Stand (gefördert vom Landauer Zoo) von Sphenisco. In Gesprächen mit den Besuchern und Teilnehmern des Kongresses wurde die Lage und die Eigenschaften der Nationalen Schutzzone “Pingüino de Humboldt” und der Meeresschutzzonen um die Inseln Choros, Damas und Chañaral erklärt. Es wurde über die Bedrohungen informiert, denen dieses  Ökosystem ausgesetzt ist und die es dringend notwendig machen, diese Meeresregion unter offiziellen Schutz zu stellen, um ihre Zerstörung zu verhindern.

Der Planet erinnert sich noch an die Bedrohung durch die Wärmekraftwerke Barrancones und Farellones vor einigen Jahren; heute sind es das durch die Umweltbehörde nicht genehmigte Bergbau- und Hafenprojekt Dominga, das Hafenprojekt Cruz Grande der groβen Bergbaugesellschaft CMP (Compañía Minera del Pacífico) gegen dessen Genehmigung eine Eingebung läuft, und weitere geplante Projekte.

Zweifellos hat der IMPAC 4 in der Region Coquimbo dazu beigetragen, die Notwendigkeit einer Ausweitung der Schutzzonen deutlich zu machen und zu begreifen, dass die Bildung einer “Geschützten Küsten- und Meereszone für vielfältige Nutzung” (Área Marina Costera Protegida de Múltiples Usos - AMCP MU) ab den Pájaros-Inseln, die zur Gemeinde La Higuera gehören, bis zur Insel Chañaral de Aceituno im Gemeindebezirk Freirina, Realität werden kann. In diesem Sinne äuβerten sich mehrere Autoritäten: der Auβenminister Heraldo Muñoz, der Umweltminister Marcelo Mena, der Regierungspräsident der Region Coquimbo, Claudio Ibáñez, und verschiedene Minister und Regierungsräte der Region. Diese Initiative wird seit 2010 analysiert und mit den Bürgern der verschiedenen betroffenen Gemeinden diskutiert. Der ursprünglich beim Umweltministerium eingereichte Vorschlag wurde fachlich verbessert. Die Schutzzone wird von den Bürgern gewünscht. “... Was wir bisher geschützt haben, sind Meereszonen, und uns fehlen die Küstengebiete ... Arbeiten wir zusammen”, antwortete der Auβenminister auf eine an ihn gerichtete Frage am Ende der Eröffnungsveranstaltung.

Unter den vielen Menschen, die die Petition unterschrieben haben, sind auch folgende Experten, Wissenschaftler, regionale Amtsinhaber und sonstige Persönlichkeiten in leitender Funktion: Sylvia Earle, legendäre Ozeanforscherin und Initiatorin des IMPAC; die Umweltminister der Regionen Coquimbo, Atacama und Biobío; Experten des Umweltministeriums und anderer Institutionen wie des World Wildlife Fund, des Instituts für Meeres- und Küstenforschung von Kolumbien, der Universität von Nantes, der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde NOAA der USA, des Earth Law Center, des Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT), der WCS (Wildlife Conservation Society), der Caserta-Stiftung, Fins Attached (Colorado, USA), Sernanp (Peru), der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources), der Vorsitzenden der Kleinfischerorganisation Conapach, der Vorsitzenden der Fischervereinigungen von La Higuera und Chañaral de Aceituno, und viele mehr.

Nancy Duman

Sphenisco-Region Coquimbo

übersetzt von Barbara Müller, La Serena  

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Sylvia Earle
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Eduardo Fuentealba
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Richard Vargas
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Cesar Araya
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Josué Ramos
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Amaro Gómez Pablo
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Diego Flores
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Cristián Laborda
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Alain Barcelo
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Felipe Paredes
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Maximiliano Bello
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Mauricio Bruce

Fotos: Sylvia Earle;  die regionalen Umweltminister Eduardo Fuentealba, Richard Vargas, Cesar Araya; Josué Ramos (Vorsitzender der Fischervereinigung Los Choros); der Journalist Amaro Gómez Pablo; Diego Flores (MMA);  Cristián Laborda (ehemaliger Verantwortlicher für Meeresangelegenheiten des Auβenminsiteriums); Alain Barcelo von Port- Cros; Felipe Paredes (MMA);  Maximiliano Bello (Erster Offizier der Einheit für Konservation des PEW Charitable Trusts;  Mauricio Bruce (ehemaliger Regionalvorsitzender des Amts für Fischereiwesens).

   
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