Vergessenes Weltnaturerbe

- Versuch die Information in Punta de Choros zu verbessern -

La Serena 28. Januar 2014.

WeltnaturerbeRund 37.000 Menschen besuchen jedes Jahr Punta de Choros und das „Nationale Schutzgebiet des Humboldt-Pinguins“. Mit Booten fahren sie um die Inseln Choros und Damas. Die Touristen erfreuen sich an der schönen Natur und wollen Delfine, Humboldt-Pinguine, Seelöwen, am liebsten auch Wale sehen. Verantwortlich für das Schutzgebiet ist die CONAF (Corporación Nacional Forestal) (1). Sie informiert über den Hotspot der Artenvielfalt mit  einer Ausstellung in einem Informationszentrum, erhebt für den Aufenthalt auf der Insel Damas Eintritt und überwacht die Besucher dort. Gebäude und Ausstellung sind in die Jahre gekommen, seit Jahren wird über die Naturschönheiten und das Schutzgebiet nicht richtig und schon gar nicht zeitgemäss informiert (s.a. CONAF und das Weltnaturerbe, http://www.sphenisco.org/index.php/de/projektenordchile/umweltbildung).

Im Rahmen des Projektes „Si, a la Reserva Marina Protegida“ (Meeresschutzone, ja bitte !) versucht Nancy Duman die Information über das „Nationalen Schutzgebiet des Humboldt-Pinguins“ vor Ort zu verbessern. Sie hat Pablo Arrospide, einem neuen, engagierten Mitarbeiter der CONAF kurzfristig Info-Material zur Verfügung gestellt und mit ihm kleine praktische Verbesserungen wie Flyer, Rollups, Postkarten und Buttom geplant. Den Regionaldirektor der CONAF in Coquimbo, Señor Eduardo Rodriguez hat sie über die Pläne von Sphenisco informiert und stieß auf großes Interesse. Mit ihm wurde vereinbart, die Kooperation in einem Vertrag zu regeln.

WeltnaturerbeBei unserem Besuch am 22. Januar bedauerte Señor Eduardo Rodriguez, dass der Vertragsentwurf noch nicht fertiggestellt werden konnte und schlug vor, Sernapesca (Fischereibeörde) und das Ministerio del Medio ambiente (Umwelt-Ministerium) einzubeziehen. Er informierte uns, dass mittelfristig (in 5 Jahren) ein neues Zentrum geplant ist, es aber dennoch erforderlich ist, auch aktuell die Information in Punta de Choros zu verbessern. Zu unserer Überraschung schlug er vor, nicht nur über das besonders wertvolle Ökosystem angemessen zu informieren, sondern auch die Bedeutung der geplanten Meeresschutzzone darzustellen. Er hält es auch für dringend erforderlich, den Tourismus zu regulieren und qualitativ zu verbessern. Als Ansprechpartner für die Zusammenarbeit wurde Señor Marcos Cordero benannt. Den Vertragsentwurf sagte er für die letzte Januar-Woche zu.

Ein sehr konstruktives und erfreuliches Gespräch mit erstaunlich viel Übereinstimmung. Zwischen guten Absichten und der Realisierung in der Praxis liegen erfahrungsgemäss Welten. Bleibt nur die Frage, wie weit die Welten auseinander liegen. Wir gehen davon aus, dass der Vertrag unter Beteiligung von Sernapesca zu Stande kommt. Als ersten Schritt wird Sphenisco einen Flyer erarbeiten und verbreiten. Allein dadurch wird die Information über den Hotspot der Artenvielfalt deutlich verbessert. Gemeinsam mit Sernapesca und CONAF oder unter Berufung auf die Zusammenarbeit mit diesen wichtigen Institutionen wird es leichter, die Flyer sinnvoll zu verbreiten. Beide Organisationen begrüßen es, wenn auch Organisationen der Fischer und Tourismus-Agenturen einbezogen werden. Sollten von Sphenisco oder unseren Partnern weitere Medien erarbeitet und / oder andere Aktivitäten realisiert werden, umso besser für die Bekanntheit  des „Weltnaturerbes La Higuera / Insel Chañaral“.
W.K.

(1) Staatliche Behörde für Forst und Naturschutzgebiete

   
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