Schutzmaßnahmen

Humboldt-Pinguine und andere Meerestiere als Abfall

- Chilenische Forscher brechen Tabu und erheben erstmals Daten -

Algarrobo 13. Februar 2014.

Dr. Alejandro Simeone, Professor an der Universität Andres Bello in Santiago hat 2012 unterstützt von Sphenisco die Initiative ergriffen, um erste Daten zum Fang der Humboldt-Pinguine in Fischernetzen (Beifang / Discard) zu erheben. Der Discard der geschützten Humboldt-Pinguine und anderer Meerestiere ist ein Tabu- und Reizthema in Chile (s.a. Bericht „Über 1000 tote Pinguine – nur Begleitschäden ?“ vom 2. April 2009 auf diesen Seiten).

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Brutsituation auf der Insel Choros verbessert

La Serena 1. Februar 2014.

ChorosGuillermo Luna (Professor am Institut für Meeres-Biologie an der Universität Coquimbo) war bei unserem Treffen in La Serena sehr erleichtert. Endlich konnte er berichten, dass nicht nur Basisdaten erhoben, sondern auch die bereits für 2010 geplante Bekämpfung invasiver Arten wenigstens zum Teil durchgeführt wurde. Mehrfach war der Beginn der Kernphase des „Conservation Measures Program“ (Schutzmassnahmen-Programm) (s.a. Berichte vom 14. Jan. 2010 und 10. Jan. 2012 auf diesen Seiten) verschoben wurden. Im September 2013 konnten die eingeschleppten (europäischen) Kaninchen auf der Insel Choros (Nationales Schutzgebiet des Humboldt-Pinguins) erfolgreich beseitigt werden. Durchgeführt und teilweise finanziert wurde die Aktion von der CONAF (Corporación Nacional Forestal). Die Nachhaltigkeit der Massnahme wird 5 Jahre kontrolliert und falls erforderlich, die Bekämpfung wiederholt. Die erste Kontrolle findet im März 2014 statt. Es gibt erste Anzeichen, dass die Vegetation sich erholt. Begeistert berichtet Guillermo Luna, dass er eine kleine Pflanze fand, die er nie zuvor auf der Insel gesehen hatte. ChorosWir sind erleichtert, dass die Kaninchen die Vegetation nicht mehr schädigen und die Bodenerosion gestoppt wird. So bleiben die Nisthöhlen der Pinguine, auch die der Garnot-Sturmvögel unter schützender Vegetation erhalten.

W.K.

Meeresfrüchte Beute von Piraten

- Sphenisco unterstützt Projekt für die Fischer von Caleta Hornos -

La Serena, 30. Januar 2014.

DMeeresfrüchte 1ie Meeresregion vor der Küste der Gemeinden La Higuera und  Freirina ist dank küstennaher Aufquellgebiete bei Caleta Hornos immer noch fischreich. Die kalte Meereströmung fließt nach Norden und sorgt für reiche Ernte an Fischen und Meeresfrüchten (Locos, Lapas, Erizos), wie sie in anderen Regionen Chiles schon nicht mehr möglich ist. Die Natur ist ungerecht, der Reichtum in den südlichen Dörfern (1) ist geringer als in den nördlichen wie z.B. in Punta de Choros. Das führt natürlich auch zu unterschiedlichen Einkünfte, erzeugt Neid und unterschiedliche Interessen. Das zeigte sich auch deutlich bei der Kampagne gegen die geplanten Kohlekraftwerke (s.a. Projekte Nordchile/Kampagnen auf dieser Homepage). Der Protest war in Los Choros und Punta de Choros viel stärker als im Süden. In Chungungo mit seinen positiven Erfahrungen mit dem Bergbau in der 1. Hälfte des letzten Jahrhunderts erzeugte das Scheitern der Kraftwerke sogar Verbitterung.

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Meeresschutzzone „La Higuera / Insel Chañaral“

- Sphenisco startet Projekt in Nordchile -

La Serena 23. Januar 2014.

Higuera 1Seit Februar 2013 arbeitet Nancy Duman B. im Auftrag von Sphenisco für die Durchsetzung und nachhaltige Gestaltung einer Meeresschutzzone vor der Küste der Gemeinden La Higuera und Freirina in Nordchile. Der Antrag (1) für diese Schutzzone wurde 2010 von der NGO Oceana auf dem Höhepunkt des Kampfes gegen die Kohlekraftwerke in der Gemeinde La Higuera gestellt. Ziel des Projektes ist es, in enger Kooperation mit Oceana Lobbyarbeit für einen besonders wertvollen Lebensraum zu machen.

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Meeresschutzzone: Ja bitte !

Sphenisco startet neues Projekt in Nordchile

MeereschutzzoneLandau 15. Januar 2013. Seit 1990 sind die Inseln Choros, Damas und Chanaral vor der Küste der Gemeinde La Higuera, Nordchile geschützt und bilden das Nationale Schutzgebiet des Humboldt-Pinguins (Reserva Nacional Pingüino de Humboldt). Zu den Inseln Choros und Damas gehört auch eine sehr kleine Meeresschutzzone (Reserva Marina Islas Choros y Damas). Diese Meeresregion beherbergt 80% der gesamten Freilandpopulation des Humboldt-Pinguins (spheniscus humboldti) und ist auch darüber hinaus von so globaler Bedeutung für die Bewahrung der Artenvielfalt, dass sie eigentlich als Weltnaturerbe geschützt werden müsste. Von 2007 bis 2011 war das Gebiet durch die geplante  Errichtung von 3 Kohlekraftwerke bedroht. Die Bürgerinitiative MODEMA (Movimento en Defensa del Medio Ambiente) hat in einem Kampf David gegen Goliath schließlich den Bau und damit die Zerstörung dieses wertvollen Ökosystems verhindern können.

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Gesamtpopulation des Humboldt-Pinguins wird erstmalig untersucht

Maritza CortezAlgarrobo 22. Januar 2012.

Zwei Jahre förderte Sphenisco die Dissertation von Maritza Cortez (Meeresbiologin an der Universität Coquimbo, Nordchile). Jetzt kann die Doktorantin mit Hilfe eines staatlichen Stipendiums ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Die Wirkung des Breitengrades auf Muster und geografische Prozesse von Meeresvögeln am Beispiel des Humboldt-Pinguins“ fortsetzen.

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Naturschutz in der Warteschleife

- Millionen Projekt wegen Formalie erneut verschoben -

La Serena, 10. Januar 2012.

Prof. Guillermo LunaGuillermo Luna, Professor am Institut für Meeres-Biologie an der Universität Coquimbo, kann das Wort „Erradicación“ (Ausrottung) nicht mehr hören. Sein Team hat inzwischen die dritte Basisline erhoben, aber auch in diesem Jahr muss der Beginn der Kernphase des „Conservation Measures Program“ (Schutzmassnahmen-Programm) verschoben werden. Ziel des Programmes ist es, durch die Beseitigung invasiver Arten (Kaninchen u. Ratten) auf den Inseln Choros, Chanaral, Chungungo und Pajeros I Fauna und Flora zu schützen (s.a. Eine Million Dollar für die Natur auf diesen Seiten). Der Grund für die Verzögerungen: Die Umwelt-Verträglichkeits-Prüfung für die bereits geschützten Inseln Choros und Chanaral (Nationales Schutzgebiet) konnte nicht erfolgreich abgeschlossen werden, das internationale Projekt scheitert bis jetzt an einer Formalie.

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Kartierung bedeutender Brutinseln

Sphenisco fördert Projekt der Universität Coquimbo

La Serena 16. Januar 2010.

Prof. Guillermo Luna (Universidad Católica del Norte, Chile) hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit Sphenisco die Initiative ergriffen, um wichtige Brutinseln in der Region Coquimbo unter Schutz zu stellen.

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