Kampagnen gegen Umweltzerstörung

Hoffnung für das Meer von La Higuera, Nordchile


Landau, 16. September 2014.

Die Firma Compañia Minera del Pacifico (CMP) will bei Chungungo in der Region Coquimbo einen Hafen bauen (s. a. „Das nationale Schutzgebiet des Humboldt-Pinguins darf nicht sterben“). Die Ökosysteme im Meer und an den Küsten der Gemeinden La Higuera und Freirina sind von besonderer Bedeutung für den Umwelt- und Artenschutz, und sollen deshalb durch die Schaffung einer Meeresschutzzone und durch die Anerkennung als Weltnaturerbe dauerhaft geschützt werden. Nachdem die Umweltverträglichkeits-Prüfung für den Hafen Cruz Grande abgeschlossen ist, wird die Regional-Regierung in Kürze über den Bauantrag entscheiden. Gegen das Vorhaben wurden von vielen Privatpersonen, vor allem aber von relevanten Behörden wie Sernapesca (staatliche Fischereibehörde), der CONAF (zuständig u. a. für Schutzgebiete), dem regionalen Umweltministerium und der Subpesca (Staatssekretariat f. Fischerei und Landwirtschaft) schwerwiegende Bedenken erhoben. Sie betreffen vor allem die Zerstörung der Lebensräume bedrohter Arten, gefährliche Emissionen und die Einschleppung invasiver Arten. Die Firma Compañia Minera del Pacifico (CMP) konnte die Einwände bei der Überprüfung der Umweltverträglichkeit nicht ausräumen. Deshalb erklären die genannten Institutionen sich auch am Ende des Prüfverfahrens als „nicht einverstanden“ mit dem Hafen Cruz Grande.

Folgt die Regional-Regierung in Coquimbo ihren eigenen Kriterien, dann muss sie den Bau des Hafen ablehnen, da 4 relevante Institutionen dagegen sind. Ein weiteres Mal würde dann das besonders wertvolle und sensible Ökosystem von La Higuera vor massiven Schädigungen oder gar Zerstörung bewahrt werden. Hoffen wir, dass es mit rechten Dingen zu geht und nicht der „politische“ Wille der Willkür Tür und Tor öffnet.

W.K.

  

Presidenta la Republica

Señora Michelle Bachelet J.

Palacio de Moneda s/n

Santiago de Chile

Chile         

 

Soziale und ökologische Bedrohungen in den Gemeinden La Higuera und Freirina

 

Sehr geehrte Frau Präsidentin, 

Die Ökosysteme im Meer und an den Küsten der Gemeinden La Higuera und Freirina in Nordchile  sind besonders artenreich und von globaler Bedeutung. Deshalb hat die NGO Oceana 2010 beantragt, die dort bereits existierenden Schutzzonen zu erweitern, um die Artenvielfalt dieses Sektors dauerhaft zu bewahren (1). Trotz ihrer herausragenden Bedeutung wird diese Region immer wieder durch Pläne von Unternehmen bedroht. Erst sollte ein Hotel auf der Insel Gaviota in unmittelbarer Nähe des „Nationalen Schutzgebietes des Humboldt-Pinguins“ gebaut, dann 3 Kohlekraftwerke an der Küste errichtet werden. Aktuell plant die Firma Compañia Minera del Pacifico (CMP) einen Hafen bei Chungungo und die Firma Andes Iron ein Bergwerk (Mine Dominga) mit Hafen bei Totoralillo Norte. Das Problem ist nicht, dass Unternehmen Betriebsstätten errichten wollen, sondern dass sie dies ohne Rücksicht auf die sensiblen Ökosysteme dieser Zone und die existierenden Schutzgebiete (Reserva Nacional Pingüino de Humboldt, Reserva Marina Islas Choros y Damas und Reserva Marina Isla Chañaral) tun wollen.

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     Das „Nationale Schutzgebiet des Humboldt- 
     Pinguins“ darf nicht sterben !

 

 

 

 


Resümee
Erneut bedrohen Projekte von Unternehmen wertvolle Ökosysteme in Nordchile. Es drohen 1. die Zerstörung der Lebensräume besonders bedrohter Arten, 2. die Schädigung der Produktivität des Meeres durch eine  Meerwasser-Entsalzungsanlage, 3. die Verschmutzung durch permanenten Schiffsverkehr, 4. das Einschleppen exotischer invasiver Arten und 5. die Zerstörung der Wasserversorgung durch massive Entnahme von Grundwasser. Deshalb erheben viele Behörden Einwände und viele Bürger wehren sich gegen diese Projekte, da sie die Lebensgrundlagen bedrohen und Arbeitsplätze in Fischerei, Landwirtschaft sowie Tourismus gefährden. Es geht um die Frage, ob die Region unter Nutzung oder zu Lasten ihres natürlichen Reichtums entwickelt wird. Die Bestrebungen, dort eine große Meeresschutzzone zu schaffen, setzen auf eine ökologische Entwicklung. Die geplanten Bergbau- und Hafenprojekte versprechen der Bevölkerung zwar mehr Lebensqualität, Arbeitsplätze und Wohlstand, in Wahrheit aber gefährden sie die Existenzgrundlagen der Menschen.
Wir appellieren deshalb an die chilenische Regierung ihre Verantwortung wahrzunehmen und die Meeresschutzzone „La Higuera und Insel Chañaral“ zu genehmigen sowie sie nachhaltig zu entwickeln. Um der globalen Bedeutung dieser einzigartigen Meeresregion gerecht zu werden und sie dauerhaft zu bewahren, appellieren wir darüber hinaus an die Regierung, bei der UNESCO zu beantragen, diesen Meeressektor als Weltnaturerbe anzuerkennen.


           JA zum Schutz der Meeresregion „La Higuera und Insel Chañaral“ !
           JA zur Bewahrung der Artenvielfalt in einer Region von globaler Bedeutung !
           JA zum Recht der Bürger auf Wasser !
           JA zu nachhaltigen und sozialverträglichen Unternehmen !
           JA zu Arbeitsplätzen in Fischerei, Landwirtschaft und Tourismus !

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Das nationale Schutzgebiet des Humboldt-Pinguins darf nicht sterben

- Pinguine sollen vertrieben und ihr Lebensraum zerstört werden -

La Serena / Landau 15. März 2014.

SchutzgebietDas Meer und die Küsten der Gemeinden La Higuera und Freirina in Nordchile (1) sind ein Hotspot der Biodiversität von Weltrang (2). Deshalb hat die NGO Oceana 2010 beantragt, die kleinen bereits existierenden Meeresschutzonen zu erweitern, um die Artenvielfalt dauerhaft zu bewahren ( es handelt sich hier um 2 von erst insgesamt 5 Reservas Marinas, die Chile ausgewiesen hat ).Trotzdem wird diese Region immer wieder durch Pläne von Unternehmen bedroht. Erst sollte ein Hotel auf der Insel Gaviota in unmittelbarer Nähe des Nationalen Schutzgebietes gebaut, dann 3 Kohlekraftwerke an der Küste errichtet werden. Aktuell plant die Firma Compañia Minera del Pacifico (CMP) einen Hafen bei Chungungo (1) und die Firma Andes Iron ein Bergwerk (Mine Dominga) mit Hafen bei Totoralillo Norte (1). Das Problem ist nicht, dass Unternehmen überhaupt Betriebsstätten errichten wollen, sondern dass sie dies ohne Rücksicht auf die Ökosysteme dieser sensiblen Zone und die existierenden Schutzgebiete (Reserva Nacional Pingüino de Humboldt, Reserva Marina Islas Choros y Damas, Reserva Marina Isla Chanaral) tun wollen.

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Besuch bei Oceana

Algarrobo, 28. Januar 2012.

„Scheiß-Hippies sammeln 20.000 Unterschriften in aller Welt“ die gezielte Veröffentlichung der Email durch Oceana und MODEMA im Kampf gegen die Kohlekraftwerke sorgt auch nach 18 Monaten noch für gute Stimmung (s.a. unter Kampagne gegen die Kohlekraftwerke „Wir haben gewonnen“). Wir sind gemeinsam mit Dr. Alejandro Simeone (Universität Andres Bello, Santiago) bei Oceana in Santiago und freuen uns mit Señior Muñoz, dem Vizepräsidenten für Südamerika über den sensationellen Schachzug und die gelungene Kampagne gegen den Bau der Kohlekraftwerke. Gabriele Knauf betont, wie geschickt es war, in den Medien alles auf die Frage der Glaubwürdigkeit des Präsidenten Piñera zu zuspitzen. Señor Muñoz erklärt den Erfolg vor allem durch die Geschlossenheit der Bewegung. Es sei gelungen viele verschiedene Kräfte und Maßnahmen zusammenzuführen, dies habe schließlich zu dem großen Erfolg geführt.

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Neue Gefahren für Mensch und Natur

Punta de Choros, 13. Januar 2012.

Die Wüste blühtDas Nationale Schutzgebiet des Humboldt-Pinguins mit der  gesamten Meeresregion nördlich von La Serena ist wegen seiner Artenvielfalt von internationaler Bedeutung und besonders schützenswert. 2010 war ein gutes Jahr für den Bewahrung dieses Meeresgebietes. Die Kohlekraftwerke konnten verhindert und eine Meeresschutzzone auf den Weg gebracht werden. Natur und Tourismus in der Region hatten wieder eine Zukunft. Mit großer Freude und großen Hoffnungen reisen wir nach La Serena und Punta de Choros. Wiedersehen mit Prof. Guillermo Luna, persönliche Glückwünsche zu seinen mutigen Gutachten. Rosa, Jan und José umarmen, ihnen danken für ihre Ausdauer und ihre Zivilcourgage, das Engagement der Bürgerinitiative MODEMA (Movimento en Defensa del Medio Ambiente) würdigen und gemeinsam nächste Schritte zur Gestaltung der Meeresschutzzone überlegen.

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Sphenisco würdigt Bürgerinitiative

Rosa Rojas und Jan van Dijk Ehrenmitglieder

Punta de Choros, 11. Januar 2012.

Bürgerinitiative

17.00 Uhr, Jour fix für die Mitglieder der Bürgerinitiative MODEMA (Movimento en Defensa del Medio Ambiente). Auf dem Platz vor der Kirche in Choros ist es noch heiß. Die Tür zum Kindergarten steht offen, ein leerer, großer Raum mit Holzdielen und weißen Plastikstühle. Andres Alvarez, der neue Präsident von MODEMA begrüßt die Vertreter von Sphenisco und gibt ihnen Gelegenheit zu sprechen.

 

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Die Pinguine haben gewonnen!

Region CoquimboLa Serena, Landau 23. März 2011.

Nach den dramatischen Ereignissen im August 2010 waren die Aussichten für eine Genehmigung des Kohlekraftwerkes der Firma Compañia Minera del Pacifico (CMP) am Standort Cruz Grande nur noch gering. Wir erinnern uns gerne. Präsident Piñera hatte die Entscheidung der Regional-Regierung korrigiert und sich mit der Firma Suez Energy geeinigt, kein Kohlekraftwerk in der Gemeinde La Higuera zu bauen. „Wir wollen so ein schönes Gebiet nicht zerstören, lasst uns die die Natur dort genießen“. Die Bürgerinitiative MODEMA war erfreut, blieb aber wachsam und wir blieben es auch. Man weiß ja nie. Das Genehmigungsverfahren für Cruz grande lief weiter und die Entscheidung war weiter offen. Jetzt erst, am 22. März teilte die Firma Compañia Minera del Pacifico mit, sie ziehe den Bauantrag zurück.

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