Umweltbildung

5 Jahre Umweltbildung in Peru

An der Mitglieder-Versammlung am 27. Juni in Landau nahmen rund 20 Mitglieder teil. Sie informierten sich gründlich über laufende Projekte und Aktivitäten in Südamerika und Europa. Während der  Diskussionen und Planungen entstand wieder das spezielle „Sphenisco-Fluidum“. Der folgende Artikel fasst Berichte und Ergebnisse bezüglich der „Arbeit in Peru“ kurz zusammen.

Landau 27. Juni 2015. Werner Knauf berichtete über die Kooperation mit Acorema. Seit 5 Jahren arbeiten die peruanische NGO und Sphenisco zusammen. Aktuell läuft die 5. Kampagne. Kampagne heisst, Acorema macht in der Region Pisco / Paracas, Peru Umweltbildung in Schulen und in der Öffentlichkeit mit dem Schwerpunkt bei heimischen Fischer-Familien (s.a. Projekte Peru, Artikel „Para la vida - 5 Aktionen für das Leben in 4 Tagen“ vom 26. Februar 2014). Bei Besuchen 2012 und 2014 waren wir sehr beeindruckt vom Engagement und von der fachlichen sowie pädagogischen Kompetenz von Señora

Milagros und Señor Helberth, den beiden Biologen von Acorema, die die Kampagnen durchführen. Das hohe Niveau zeigt sich in den Medien zur Umweltbildung, die sehr gut auf die Bedürfnisse und Bedingungen in dieser Region von Peru zugeschnitten sind. Kompetenz und Engagement zeigen sich aber auch darin, dass Jahr für Jahr neue Ideen, neue Elemente und Themen umgesetzt werden.

Acorema führt, unabhängig von der Arbeit für Sphenisco, regelmässig Zählungen auf den Brutinseln in der Region Pisco / Paracas durch. Der Zoo San Louis, USA lässt ebenfalls regelmässig Zählungen in der Region Marcona / Pt. San Juan durchführen. Somit werden die Bestände der grössten Kolonien in Peru regelmässig erfasst. Die letzten Zählungen zeigen erfreulicherweise, dass die Anzahl der Brutpaare zugenommen hat.

W.K.

Para la vida - 5 Aktionen für das Leben in 4 Tagen

Pisco/Paracas 26. Februar 2014.

DPara La Vidaonnerstag 17.00 Uhr. Am Dorfplatz, der „Plazuela“ von Santa Cruz – Nähe Pisco – hat die Gemeinde einen Pavilion mit Lautsprechern und ein paar Tischen aufgebaut. Mitarbeiter und Volontäre des Nationalparks Paracas (Reserva Nacional de Paracas) bauen eine Bühne für Puppentheater auf. Die ersten Kinder sind schon da und beginnen an den Tischen zu malen. Señora Patricia Saravia vom Nationalpark und Señora Milagros Ormeño von Acorema danken der Gemeinde für die Unterstützung und stellen ihre Arbeit und das heutige Programm vor. Dann ertönt Musik aus den Lautsprechern, populäre Lieder wie „El Condor pasa“. Es kommen immer mehr Kinder, Mütter, junge und ältere Frauen. Einige Männer sind auch da, bleiben aber im Hintergrund. Die Tische reichen nicht. Das kann die Kinder nicht aufhalten. Schließlich wird überall und in allen Körperhaltungen gemalt, auf den Bänken des Platzes, auf den Platten des Bürgersteigs, im Sitzen auf der Wiese. Bilder von Tieren wie Condor und Flamingo werden ausgemalt, Rätsel „wie kann der Pinguin die Gefahren auf dem Weg zu seiner Brutinsel umgehen“ werden gelöst und kleine Texte verfasst, wie man den Pinguinen helfen will. Mitarbeiter und Volontäre helfen und erklären, verteilen Vorlagen und ein Heftchen mit einer Bildgeschichte über den Humboldt-Pinguin. Die Mütter schauen kritisch oder stolz auf die „Werke“ ihrer Kleinen, manche greifen korrigierend ein oder beginnen sogar selbst zu malen. Peruanische Kinder sind meist zurückhaltend. Einige zeigen dennoch strahlend ihre Bilder herum, alle lassen sich stolz mit ihren Werken vor der Info-Tafel des Naturparks fotografieren.

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Umweltbildung in Fischerdörfern

Seit 2011 arbeitet Acorema in Südperu

Landau, 16. Januar 2014.

Seit Ende 2011 arbeitet Sphenisco gemeinsam mit der NGO Acorema für den Naturschutz in Peru. Seither sind Senora Milagros Ormeno, Senor Herbert Anenante H. und das Maskottchen Pisko in Fischerdörfern der Region Pisco (Südperu) unterwegs, um in der Öffentlichkeit und in Schulen über Natur und wertvollen Lebensräume von Humboldt-Pinguinen, Delfinen und anderen Meerestieren zu informieren und für ihren Schutz zu werben.

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Pisko macht weiter

Acorema setzt im Auftrag von Sphenisco Kampagne fort

Pisco-Paracas, 12. Februar 2012.

PiskoNach der tollen Kampagne „Wir wollen leben!“ wirbt Pisko weiter für den Schutz des Humboldt-Pinguins und seines Lebensraums (siehe „Pisko in Aktion“). Von Dezember 2011 bis November 2012 ist Pisko in den Fischergemeinden San Andres und Paracas wieder unterwegs in Schulen, auf Plätzen und am Strand. Pisko und die Mitarbeiter von Acorema haben sich viel vorgenommen. 15 Mal wird Pisko wieder mit dem beliebten Puppentheater des Nationalparks (1) auftreten und in den Ferien-Workshops (1) für Kinder von Fischern und Hafenarbeitern präsent sein (siehe auch „Pinguin mit Zipfelmütze“). Pisko will an 5 Schulen Aktionen durchführen. Die Arbeiten der Schüler sollen in einem virtuellen Buch zusammengetragen und gemeinsam mit Lehrern und Schulleitung öffentlich präsentiert werden. Pisko will 1000 Fischer mit Flyern und 150 in persönlichen Gesprächen erreichen. In diesen Gesprächen wird auch der Frage nachgegangen, welche positiven Erfahrungen mit Pinguinen die Fischer haben und wie sie sich die Zukunft dieser Spezies vorstellen.Pisko Erfahrungen und Ansichten der Fischer werden dann in einem „Fischer-Blog“ veröffentlicht. Verstärkt sollen dieses Mal Multiplikatoren angeregt werden, mit eigenen Beiträgen die Kampagne zu unterstützen. Anscheinend fühlt sich Pisko so wohl bei seinen öffentlichen Auftritten, dass er die Medien noch besser nutzen will. Gemeinsam mit Studenten und Dozenten für Kommunikationswissenschaften sollen Reportagen und Spots rund um die Humboldt-Pinguine und ihren Lebensraum entstehen. Wir sind gespannt und wünschen viel Erfolg.

W.K.

(1) Eine Aufführung des Puppentheaters in der Jean Piaget Schule wurde von einem Amateur gefilmt, der Ferien-Workshop von Gabriele und Werner Knauf. Beide Filme zeigen mit welcher Begeisterung Acorema arbeitet und die Kindern erreicht. Die beiden kurzen Videos sind bei Sphenisco erhältlich.

Pinguin mit Zipfelmütze

Workshop für Kinder aus Fischerfamilien

Pisco-Paracas 3. Februar 2012.

Wir suchen den Versammlungsraum der Muscheltaucher im Fischerdorf San Andres. Dort veranstaltet Acorema in den Ferien an jedem Donnerstag und Freitag einen Workshop für Fischerkinder. Jorge Luis Huarcahuari – der Taxifahrer unseres Vertrauens – lebt in San Andres und weiß ganz genau, wo wir hin müssen. Die Straßen sind geschottert, viele Häuser sind verfallen oder vom Erdbeben und Tsunami immer noch zerstört, andere wieder aufgebaut und Plätze neu angelegt. Irritierend nur, dass wir schon 20 Minuten durch den Ort kurven. Jorge Luiz  fährt zum Haus der Fischer-Gewerkschaft, geschlossen, zum Stadion San Andres, dort sind Kindern aber kein Workshop. Wir steigen aus, Jorge Luiz ist ratlos. Wir schlagen zum 3. Mal vor, an die Mole des Fischerhafens zu fahren und haben Erfolg. Versteckt hinter einem anderen Gebäude, liegt das „local del los lobos del mar“, auf der Außenwand Tintenfische, Seepferdchen, Seesterne auf tiefblauen Grund, die Welt des Meeres, wir sind richtig.

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